Harte rote Sager

Flecker gegen Voves: Jetzt wird’s richtig tief

Steiermark
02.07.2010 13:16
Die steirische SPÖ kommt nicht zur Ruhe. Im Gegenteil: Kurt Flecker, in baldige Polit-Pension geschickter Landtagspräsident, streut genüsslich Salz in offene Wunden. Zielscheibe: Franz Voves.

Innerhalb der Partei rumort es - und zwar gewaltig. Thermen-Affäre (siehe Story in der Infobox), Chaos um die Grazer Stadtpartei und jetzt auch noch ein offener Krieg zwischen Kurt Flecker und Franz Voves. Ersterer findet sich wie berichtet auf keiner Wahlliste mehr und ist damit Polit-Geschichte.

"Ein-Mann-Sache" und "FPÖ-Bazillus"
Die Hauptschuld an seiner Abhalfterung gibt der Noch-Landtagspräsident dem roten Parteichef und eröffnet im Magazin "Frontal" die nächste Runde im brutalen "Watschentanz". Voves habe mehrmals Wortbruch begangen, sei feige und unpolitisch, drehe sich nach dem Wind. Und: "Er hat die Bewegung zu einer Ein-Mann-Sache gemacht!" Kritik übt Flecker auch an seiner Partei im Gesamten: Der "FPÖ-Bazillus" sei "in manchen SPÖ-Hirnen gelandet", es müsse bald ein Generationswechsel her.

Eine Einzelmeinung - oder doch das aktuelle Zustandsbild der SPÖ? Die "Steirerkrone" hat die deftigsten Flecker-Verbalattacken auf Franz Voves zusammengefasst.

  • "Ich kannte ja auch schon von früher viele Situationen, wo er Wortbruch beging. Man hat mich auch immer davor gewarnt. Ich habe es aber nicht für möglich gehalten, dass einer in so einer feigen Art wortbrüchig werden kann."
  • "Er ist in Wirklichkeit ein ziemlich unpolitischer Mensch, der sich schlicht und einfach denkt: Vielleicht kann ich die FPÖ einmal brauchen, zum Beispiel bei der Wahl zum Landeshauptmann."
  • "Was er sagt, richtet sich immer sehr stark nach dem gerade herrschenden Klima. Zuerst ja zum Gratiskindergarten, dann nein. Bei der Mindestsicherung das Gleiche, zuerst möchte er eine Auszahlung 14-mal, dann, als er merkt, die Leute wollen das nicht, schwenkt er auf 12-mal."
  • "Letztlich sind auch seine Steuerpläne für mehr Verteilungsgerechtigkeit keiner inneren Überzeugung geschuldet, sondern nur ein Werkzeug."
  • "Die Wahlchancen würde ich in der aktuellen Situation als nicht sehr hoch einschätzen."

von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"

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