05.01.2020 14:00 |

Bücher und Lesungen

Vorschau auf das steirische Literaturjahr

Neues Jahr, neuer Lesestoff. Von zahlreichen steirischen Autorinnen und Autoren erscheinen 2020 neue Romane und Gedichtbände - unter anderem von Valerie Fritsch, „manuskripte“-Legende Alfred Kolleritsch, Elfriede Jelinek und Jungstar Colin Hadler. Außerdem kommen Literaturstars wie die frischgebackene Nobelpreisträgerin Olga Tocarczuk für Lesungen in die Steiermark. Hier ein kleiner Überblick über die literarischen Höhepunkte der kommenden Monate.

Auf einen neuen Roman von Valerie Fritsch warten viele Leser schon lange. Mit „Winters Garten“ eroberte die Grazerin 2015 das Feuilleton, nun legt sie mit „Herzklappen von Johnson & Johnson“ (erscheint am 15. 2. bei Suhrkamp) ein neues Buch vor. Darin erzählt sie von einem Kind, das keine Schmerzen empfinden kann, und stellt die Frage, wie man zu einem mitfühlenden sozialen Wesen wird?

Im März erscheint mit „Das Paradies meines Nachbarn“ auch der zweite Roman der in Graz lebenden Autorin Nava Ebrahimi - für ihr Debüt „Sechzehn Wörter“ erhielt sie 2017 den Österreichischen Buchpreis.

Mit 18 schon ein Shooting-Star
Lange musste auch Colin Hadler nicht lauern, um einen literarischen Erfolg zu landen. Im Alter von 17 Jahren veröffentlichte der Grazer 2019 seinen ersten Roman „Hinterm Hasen lauert er“. Das Buch wurde zum Sensationserfolg - nicht zuletzt, weil er in Literatur-Blogs zum Liebling avancierte. Hadler lässt nichts anbrennen und legt nur ein Jahr später mit „Wenn das Feuer ausgeht“ (ab 8. Jänner, Edition Keiper) nach - erneut ein frecher und sympathischer Mix aus Sarkasmus und Fantasy-Thriller.

Neues von den Legenden
Auch von steirischen Literatur-Legenden ist 2020 neues zu erwarten: Alfred Kolleritsch veröffentlicht im Jänner mit „Die Nacht des Sehens“ (Wallstein) einen neuen Gedichtband. Michael Scharang legt im April mit „Aufruhr“ (Suhrkamp) einen neuen Roman vor, in dem aus einem Streik eine Aufstands-Party wird. Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek legt mit „Schwarzwasser“ ihr Stück zur Ibiza-Affäre vor (ab 6. 2. im Akademietheater in Wien). Und auch Peter Handke hat 2020 einiges im Köcher - unter anderem hat er Gedichte von Florian Hafner aus dem Slowenischen übersetzt.

Spannung und was zum Spielen
Auch für Spannung ist 2020 gesorgt: Thomas Raab schickt seine Kommissarin Hanni Huber mit „Helga räumt auf“ in einen neuen Fall (ab Mai) und der Arzt und Gerichtssachvollständige Dietmar Steinbrenner legt im Leykam Verlag mit „Gier auf der Waagschale“ seinen ersten Thriller vor.

Und auch für kleine Leseratten gibt es neue Häppchen aus der Steiermark: Lisa Maria Wagner und Andreas Thaler legen im März mit „Z wie bunt“ ein neues Bilderbuch vor, und Herwig Holzmann lädt in „Fuchs sucht Abenteuer“ zu lustigen Spielen in der Natur.

Höhepunkte auf den Lese-Bühnen
Eine Sensation ist dem Wortfestival Literasee in Bad Aussee geglückt: Neben heimischen Stars wie Valerie Fritsch und der Bachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher konnte man die frischgebackene Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk für eine Lesung gewinnen. Sie wird das dreitägige Festival am 27. März eröffnen.

„Frag den Fred“
Das literarische Jahr beginnt aber schon in wenigen Tagen mit Austrofred: Der legendäre Freddie-Mercury-Impersonator steht seinen Fans schon seit Monaten im Internet mit literarischen Tipps zur Seite - am 8. Jänner präsentiert er seine Lese-Show „Frag den Fred“ exklusiv im Literaturhaus in Graz. Dort sind in den kommenden Wochen unter anderem Tonio Schachinger mit dem Fußball-Roman „Nicht wie ihr“, Erika Pluhar (23. 1.) US-Bestsellerautorin Nell Zink mit dem Roman „Virginia“ (28. 1.), Christoph Ransmayr (11. 2.), Kult-Autor Bov Bjerg (20. 2.) und Maxim Biller (20. 4.) zu Gast. Und auch Hubert von Goisern wird hier seinen Debütroman präsentieren (4. 6.).

In der Landesbibliothek in Graz ist unter anderem TV-Talker Dirk Stermann mit seinem historischen Roman „Der Hammer“ zu Gast (31. 1.). Am 11. März präsentiert Claudia Rossbacher ihren neuen Krimi „Steirerstern“ und am 1. April ist Cornelia Travnicek zu Gast.

Einen Überblick über die steirischen Neuerscheinungen des Jahres 2019 kann man sich übrigens am 25. 1. beim Lesefest „Neue Texte“ im Kulturzentrum bei den Minoriten verschaffen, bei dem heuer insgesamt 25 Autoren lesen werden.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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