17.12.2019 18:00 |

„Wadln virerichten“

Notruf-Affäre: Ermittlungen gegen Vize-Polizeichef

Jetzt wird die Notruf-Affäre („Wadln virerichten“) rund um den steirischen stellvertretenden Polizei-Vize Alexander Gaisch noch um eine Spur peinlicher. Denn die Klagenfurter Staatsanwaltschaft hat, wie ein Sprecher bestätigt, im Auftrag der Oberbehörde Ermittlungen wegen versuchter Nötigung aufgenommen.

Spott und Häme erntete der steirische stellvertretende Landespolizeikommandant nach dem peinlichen, weitergeleiteten Anruf bei der Notruf-Zentrale, als er ein ohnehin angemeldetes Feuerwerk melden wollte - wir erinnern uns. Die Wadln wollte er dem jungen Kollegen am anderen Ende der Leitung „virerichten“ und ihn um acht Uhr früh des darauffolgenden Montags ins Büro zitieren, weil dieser seinen Vorgesetzten nicht beim Namen kannte. Jetzt tut das wohl ein jeder.

Die Geschichte ist im ganzen Land bekannt
Die Geschichte verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde noch brisanter, als sich herausstellte, dass sich der hochrangige Polizist nicht einmal persönlich bei dem Gemaßregelten entschuldigt hatte, der seitdem in der Bevölkerung und in Justizkreisen als der unerschrockene, cool gebliebene Beamte gefeiert wird.

Video aus dem Archiv: Anpfiff für Polizist am Notruftelefon

Fall liegt nun in Klagenfurt
Kurz nach dem Skandal-Telefonat ging gegen Alexander Gaisch auch schon eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Graz wegen versuchter Nötigung ein. Auch jener Unbekannte, der den Notruf-Mitschnitt in Umlauf gebracht hat, wird nun fieberhaft gesucht. Der Fall wurde nun an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt abgegeben: „Der Fall wurde an uns delegiert“, bestätigt deren Sprecher Markus Kitz der „Krone“. Und nun wird sogar schon ermittelt. Kitz weiter: „Es geht um den Verdacht der versuchten Nötigung. Die Ermittlungen dazu führt das Bundesamt für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung.“

Kerstin Wassermann und Monika Krisper, Kronen Zeitung

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