Anrainer beobachteten gegen 20 Uhr, wie der Mann auf der Leiter den dreiröhrigen Kamin des Heizhauses vom Unfallkrankenhaus und LKH-West erklomm - mit eingegipstem linken Bein! Die Zeugen schlugen sofort Alarm, wenige Minuten später trafen die Einsatzkräfte ein.
Während die Feuerwehr den "Sprungretter", ein großes Luftkissen, auspackte, wurde beraten, wie man den Mann am Selbstmord hindern könnte. Die Helfer beschlossen, mit dem vermeintlich Lebensmüden zu reden. Doch um mit ihm ins Gespräch zu kommen, musste jemand auf den gut 50 Meter hohen Kamin klettern.
"Ich hätte das wahrscheinlich nicht getan, doch ein junger Kollege war sofort bereit, die Klettertour zu machen. Er ist sehr sportlich und ein begeisterter Bergsteiger", so ein Beamter der Polizei Eggenberg. Als der Inspektor die oberste Kamin-Plattform erreicht hatte, staunte er nicht schlecht, denn der Grazer war alles andere als verzweifelt.
"Schon mehrmals oben gewesen"
Er wolle nicht in die Tiefe springen, sondern nur die schöne Aussicht und seine mitgebrachte Flasche Bier genießen. Er sei schon mehrmals oben gewesen, behauptete der 35-Jährige. Danach plauderte er noch 15 Minuten lang mit dem Polizisten, ehe beide wieder hinunterkletterten.
von Peter Riedler, Arnold Klement ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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