29.11.2019 06:00 |

Räume neu aufgeteilt

Polit-Gerangel um die besten Plätze im Landhaus

Die Wahl ist geschlagen - die Siegersektflaschen der einen sind verräumt, die Tränen der anderen getrocknet. In einigen Büros hat der große Kehraus bereits begonnen, in anderen starten Vergrößerungs- und Umzugsplanungen. Im Landhaus jedenfalls wird’s künftig eng - Grüne und Neos drängen in die Polit-Machtzentrale.

Die Landtagsklubs, die Regierungsbüros, die Landtagsdirektion und die Abteilung 2 der Landesregierung - viele Stellen reden künftig bei der Raumaufteilung in der Grazer Burg und im Landhaus mit. Dass in den Machtzentralen der Landeshauptleute und Landesräte - räumlich und personell - kaum ein Stein auf dem anderen bleiben wird, ist klar. Die künftige Mandatsverteilung hat die Karten neu gemischt und wird auch bestehende Standortpläne für politische Büros und Klubsekretariate kräftig durcheinanderwirbeln.

Grüne und Neos drängen in Machtzentrale
Die Grünen sind seit 1986 - mit einer Unterbrechung zwischen 1991 und 1995 - im Landtag vertreten, hatten allerdings noch nie Räumlichkeiten im prestigeträchtigen Landhaus. Das soll sich nun ändern: Der Klub wird höchstwahrscheinlich vom Grazer Kaiser-Franz-Josef-Kai in die Herren- bzw. Schmiedgasse umziehen und personell ordentlich aufgestockt werden. Die Neos, die erstmals den Einzug in die Landstube geschafft haben, haben ebenfalls Anspruch auf Klubräume im Regierungsgebäude. Dort haben bereits die ersten Gerangel um die besten Plätze eingesetzt.

Ungewissheit für 29 Regierungsmitarbeiter
Fix ist auch: Der ÖVP-Klub wird aufgrund zusätzlicher Abgeordneter wachsen, das heißt, zusätzliche Zimmer und Mitarbeiter lukrieren. Die FPÖ wird ihre Ansprüche zurückschrauben müssen. Bei der SPÖ ist die Lage schon verzwickter: Sollte Finanzlandesrat Anton Lang Regierungspartner von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer werden, gibt’s einen Aufstieg in die Grazer Burg - und seine Räumlichkeiten im Landhaus könnten aufgeteilt werden. Wahrscheinlich ist aber gleichzeitig ein rotes Regierungsbüro futsch.

Tritt die SPÖ den Weg in die Opposition an, werden ihre Regierungsbüros aufgelöst. Dort bangen einige Mitarbeiter um ihre Jobs - aktuell haben nämlich 29 Bedienstete nur einen auf die Legislaturperiode befristeten Vertrag. Allerdings müssen sich nicht alle automatisch aus dem Landesdienst verabschieden. Es gäbe eventuell Plätze in einem (für die Oppositionsrolle) vergrößerten Landtagsklub oder freie Stellen im Landesdienst.

Jörg Schwaiger
Jörg Schwaiger
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