22.11.2019 10:45 |

Anzeigen in Tirol

Kandidaten betrogen bei Führerscheinprüfung

Jeder, der die Führerscheinprüfung absolviert hat, weiß, dass es sich dabei um kein leichtes Unterfangen handelt. Jeder von ihnen weiß auch, dass man dabei nicht betrügen darf. Und dennoch haben sich in Tirol nun Betrugsfälle zugetragen. So wurde zum Beispiel während einer theoretischen Prüfung ein Mobiltelefon zwischen Kleidungsstücken versteckt, das durch eine kleine Öffnung in der Kleidung die Fragen auf dem Bildschirm filmte. Mittels Bluetooth-Verbindung sowie einem Hörgerät erhielt der Kandidat von einem Informanten die richtigen Antworten. Alle Beschuldigten wurden zur Anzeige gebracht.

Gefinkelt - so kann man die Vorgehensweise der beschuldigten Kandidaten, die zur theoretischen Führerscheinprüfung angetreten sind, beschreiben. Sie wollten um jeden Preis die Prüfung positiv absolvieren, schier jedes Mittel war ihnen dafür recht. Ein Mobiltelefon zwischen der Kleidung geschickt zu verstecken, war nur eine der gewählten Varianten.

Für andere Personen Prüfung abgelegt
„Durch intensive Kontrollen konnten auch weitere Fälle aufgedeckt werden, in denen sich Personen mit Lichtbildausweisen anderer Führerscheinwerber ausgewiesen und für diese dann die Fahrprüfung abgelegt haben“, schildert die Polizei.

Sperre im Führerscheinverfahren droht
Alle Beschuldigten wurden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Verdachts des Betruges angezeigt. Zusätzlich droht ihnen eine Sperre im Führerscheinverfahren für die Dauer von neun Monaten. Um auch weiterhin derartige Vorfälle aufzuklären, kündigt die Tiroler Polizei an, die Kontrollmaßnahmen zu intensivieren.

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