14.11.2019 05:50 |

Auftrag erteilt

Zweites Grazer Stadion: Machbarkeitsstudie ist fix

Jetzt kommt Bewegung in die Grazer Stadionfrage. Die schwarz-blaue Rathauskoalition kommt dem heutigen SPÖ-Antrag im Gemeinderat zuvor und gibt nun selbst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Der Stadtrechnungshof soll prüfen, ob eine Zwei-Stadien-Lösung in der Landeshauptstadt Sinn machen würde.

„Wir wollen die Emotionen aus dieser Diskussion nehmen. Ein Gegeneinander von Sturm und der Stadt Graz, so wie es aktuell mancherorts vernommen wird, bringt niemanden weiter“, ist im Rathaus zumindest Sportstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) überzeugt. Also hat er nun gemeinsam mit dem blauen Koalitionspartner die GBG (städtische Liegenschaftsverwaltung) beauftragt, eine Grobkostenschätzung für ein zweites (kleineres) Stadion durchzuführen - der Stadtrechnungshof wird auf Basis dieser die Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit eines zweiten Stadions für Graz prüfen. Außerdem soll etwa auch der generelle Bedarf eines weiteren Fußballstadions geprüft werden.

„Werden uns Gesprächen nicht verschließen“
In Jubelstürme sollten Fußballfans aber noch nicht ausbrechen. „Eine kurzfristige Umsetzung sehe ich nach wie vor skeptisch - aber die langfristige Vision kann ich verstehen, und wir werden uns da Gesprächen sicher nicht verschließen.“

Der Stadtrat widerspricht auch der von Sturm-Boss Christian Jauk getätigten Aussage, die Stadt habe ein Millionenangebot für die Merkur-Arena am Tisch liegen: „Bis dato ist kein schriftliches und verbindliches Angebot eingegangen. Der Präsident will das Stadion gegen eine reine Abgangsdeckung übernehmen - davon wären keinerlei Investitionen umfasst, und die Stadt müsste weiterhin Gelder in die Hand nehmen.“

Podeste in Kurve wieder freigegeben
Am Mittwoch lud Hohensinner Sturm-Fanvertreter ins Rathaus. Kürzlich behördlich gesperrte Podeste in der Nordkurve (für die Vorsänger der Sturm-Fanclubs) sollen künftig wieder benutzbar sein.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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