11.11.2019 21:00 |

Positiver Trend

Graz dürfte heuer Feinstaub-Grenzwerte einhalten

Die Luftgüte-Daten für das bald zu Ende gehende Jahr prognostizieren Erfreuliches: Erstmals dürften an allen steirischen Messstellen die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid eingehalten werden. Während Verkehrslandesrat Anton Lang jubelt (SPÖ), pochen Umweltschützer auf gewichtigere Maßnahmen.

Keine andere Stadt in Österreich überschreitet den Feinstaub-Grenzwert so oft wie die steirische Landeshauptstadt Graz. Um das Problem in den Griff zu bekommen, wurde über die Jahre eine ganze Reihe von Maßnahmen umgesetzt: darunter der Fernwärme-Ausbau, Tempo 100 auf Autobahnen in den Luftsanierungsgebieten und die Attraktivierung der Öffis.

Weitere Maßnahmen geplant
Das neue Luftreinhalte-Programm befindet sich derzeit in Begutachtung, der nächste Trumpf gegen den Feinstaub sei laut Lang die „effiziente Nutzung der Abwärme der Kläranlage Gössendorf“. Zudem wird die Öffi-Aktion „Meine Luft - Reine Luft“, bei der im Winter unter anderem Stunden- zu Tageskarten umgewandelt werden - auch heuer wieder durchgeführt.

Für Sandra Krautwaschl von den Grünen noch immer zu wenig: „Die Anzahl an Überschreitungstagen ist nach wie vor zu hoch. So zu tun, als ob alles paletti wäre, ist nicht angebracht.“ Sie erinnert auch daran, dass noch ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Steiermark läuft.

„Reine Ankündigungspolitik“
Kritik formuliert Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Branchenverbandes Photovoltaik Austria: „Lang betreibt reine Ankündigungspolitik, die offenbar mit den nahenden Wahlen zu tun hat. Unterstützende Maßnahmen zum dringend notwendigen Photovoltaik-Ausbau in den gerade noch vor den Wahlen zu beschließenden Raumordnungs- und Baugesetzen fehlen leider!“

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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