28.10.2019 05:30 |

Gutachten bestellt

So setzt Verbund Salzburgs Gemeinden unter Druck

Das Land Salzburg präsentiert nun ein Gutachten, das speziell auf die Gemeinde Adnet zugeschnitten ist. 925.000 Euro stehen als Geldregen des Verbundes im Raum, wenn der Ort der Freileitung zustimmt. Laut Gutachten müsste die Gemeinde das Geld annehmen. Eine Entscheidung soll im Dezember fallen.

Sechs von 39 betroffenen Gemeinden haben bisher den Geldsegen des Verbundes abgelehnt: Bad Vigaun, Scheffau, Seekirchen, Hallwang, Koppl, Eugendorf. In Kuchl, Adnet und Krispl steht die Entscheidung aus.

Am Bezirksgericht Hallein wurden bisher acht Enteignungs-Verhandlungen durchgeführt, Fortsetzung am 4. November. Ein Ende der Enteignungs-Lawine ist nicht absehbar: Alleine in Kuchl sind 100 Grundbesitzer betroffen, in Adnet sind es 68 Landwirte.

Das Land hat nun in Gesprächen mit dem Verbund erreicht, dass die Entscheidungs-Frist für die Gemeinden bis 15. Dezember hinaus geschoben wird. In einem neuen Landes-Gutachten wird nun behauptet, dass den Orten ein Vermögensschaden entstehen würde, sollten sie das Verbund-Geld nicht annehmen. Den Kampf gegen einmal ergangene Enteignungs-Bescheide halten Juristen übrigens für sinnlos: Zwei Instanzen hatten öffentliches Interesse festgestellt.

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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