25.10.2019 10:16 |

Behörden sollen mittun

Weißes Haus weitet Kampagne gegen Zeitungen aus

Die „New York Times“ und die „Washington Post“ werden wegen ihrer regierungskritischen Berichterstattung immer wieder zum Ziel von Angriffen von US-Präsident Donald Trump. Am Donnerstag bestellte das Weiße Haus kurzerhand die Abos der beiden Qualitätszeitungen ab. Nun will man, dass auch die US-Bundesbehörden die beiden Publikationen künftig nicht mehr beziehen.

„Die Abonnements über alle Bundesbehörden hinweg nicht zu erneuern, wird eine erhebliche Kostenersparnis für Steuerzahler bedeuten - Hunderttausende Dollar“, teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, mit.

Propagandaschlacht um „Fake News“
Trump wirft den beiden Zeitungen und anderen Medien, die kritisch über ihn berichten, regelmäßig die Verbreitung von „Fake News“ vor. Kritiker beschuldigen wiederum Trump, einer der größten Verbreiter von „Fake News“ zu sein. Laut den Faktencheckern der „Washington Post“ hat Trump in seinen ersten knapp 1000 Tagen im Amt 13.435 falsche oder irreführende Aussagen getätigt.

Trump hatte dem Sender Fox News am Montag gesagt, die „New York Times“ sei eine „Fake-Zeitung“, die er nicht mehr im Weißen Haus haben wolle. Im September hatte Trump „New York Times“ und „Washington Post“, die zu den führenden Qualitätsmedien in den USA gehören und auch international einen hervorragenden Ruf genießen, als „Feinde des Volkes“ bezeichnet.

Medien-Direktive aus Weißem Haus
Aus Grishams Mitteilung ging nicht hervor, wie die Bundesbehörden konkret dazu gebracht werden sollen, die beiden Zeitungen nicht mehr zu beziehen. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, das Weiße Haus arbeite daran, eine entsprechende Direktive umzusetzen.

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