18.10.2019 07:00 |

Bis 28. Oktober

Vier große Tore für mehr Holzbau in Innsbruck

Mit vier imposanten Holztoren in der Maria-Theresien-Straße plädiert proHolz Tirol bis 28. Oktober für mehr Holzbau in Innsbruck. Wenn man die „wood passage“ durchschreitet, erlebt man bildlich, wie aus einem Baum ein Holzhaus entsteht. Bürgermeister Georg Willi ist der Arbeit mit dem Baustoff nicht abgeneigt.

Der Baum wird zu Holz, das Holz wird zum Wohnhaus: Diese Botschaft soll durch die „wood passage“ am Eingang zur Altstadt übermittelt werden. Mit der Initiative möchten proHolz Austria, proHolz Bayern und Lignum Schweiz darauf hinweisen, dass der Holzbau sowohl das Klima schützt als auch Ressourcen schont. Bürgermeister Georg Willi möchte bei zukünftigen Projekten mehr auf den Baustoff setzen: „Es wäre schön, wenn unsere Alpenstadt zum Vorzeigebeispiel für modernen Holzbau wird.“

Von all den verschiedenen Vorteilen ist der grüne Politiker besonders vom Klimaeffekt begeistert: „Holzbauten verlängern den Kohlenstoffspeicher aus dem Wald. Jeder Kubikmeter verbautes Holz bindet eine Tonne CO2 langfristig.“ So auch die Passage, welche in Österreich, Deutschland und der Schweiz von Stadt zu Stadt reist: In deren Holz sind 13 Tonnen CO2 auf Dauer gebunden – das entspricht in etwa dem Schadstoffausstoß eines Pkws in acht Jahren.

Holz bietet viele Vorteile
Der Vorstandsvorsitzende von ProHolz Tirol, Karl Schafferer, hatte noch weitere Vorteile parat: „Bauen mit Holz findet weniger auf der Baustelle als vielmehr in Produktionshallen statt. Die Montage erfolgt in kürzester Zeit, die Materialtransporte reduzieren sich um ein Viertel.“ Hinzu käme, dass drei Hauptakteure der europäischen Holzbauindustrie ihren Sitz sowieso im Land hätten – nur bauen würden sie im Rest der Welt.

Holzhochhäuser sind möglich
Und dass man nicht nur Einfamilienhäuser aus dem Baustoff errichten kann, bestätigte Christian Höller, Architektensektionsvorsitzender in der Kammer der Ziviltechniker: „In Wien entsteht derzeit das größte Holzhochhaus der Welt mit 24 Geschossen.“ Durch computerbasierte Berechnungs- und Fertigungsmethoden würden sich neue Gestaltungsformen bieten.

Rückkehr Anfang Dezember
Am 28. Oktober wird die „wood passage“ wieder abgebaut, bleibt aber vorerst in Innsbruck. Denn das 25. Internationale Holzbau-Forum (IHF) findet vom 4. bis 6. Dezember 2019 im Congress statt - zu diesem Anlass werden die Tore wieder für ein paar Tage aufgestellt.

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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