14.10.2019 10:10 |

Bischofsmütze

Bröckelnde Gefahr am Wahrzeichen von Salzburg

Freistehend und schroff ragt der Gipfel der Bischofsmütze in den Himmel. Trotz all seiner Schönheit birgt das imposante Wahrzeichen zwischen Filzmoos und Annaberg Gefahren in sich. Am Samstag verlor der 20-jährige Laurenz aus Radstadt im äußerst steilen Gelände sein Leben (die „Krone“ berichtete). Denn die Felsen bröckeln zusehends.

„Die Bischofsmütze ist ein gefährlicher Berg und hat schon vielen das Leben gekostet“, zeigt sich Radstadts Bürgermeister Christian Pewny zutiefst traurig über das plötzliche Ableben des Gemeindebürgers.

Laurenz liebte die Berge, ging in seiner Freizeit regelmäßig wandern und klettern, gerne mit Freunden. Auch am Samstag, 12. Oktober, verabredete er sich mit einem Kameraden zu einer anspruchsvollen Klettertour auf die Bischofsmütze. Zeitig um 5.30 Uhr früh brachen die beiden Bergfexe auf. Sie waren schon häufiger zusammen unterwegs, galten als erfahren. Doch an diesem Tag wurde Laurenz der Berg zum Verhängnis.

Ein großer Felsblock löste sich plötzlich

Auf der Suche nach einer Möglichkeit zum Abseilen löste sich plötzlich ein Felsblock und der 20-Jährige stürzte vor den Augen seines Freundes 70 Meter in die Tiefe. Er war sofort tot.

Seit Jahrzehnten ist die Bischofsmütze mit dem charakteristischen Doppelgipfel berüchtigt für ihre Steinschläge – drei große sind bis dato verzeichnet. 1993 löste die lang anhaltende Hitze den „Jahrtausend-Felssturz“ aus.

Vermehrte Vorsicht beim Klettern ist geboten

„Für Bergsteiger ist die aktuelle Situation gefährlich, weshalb wir noch in diesem Herbst Maßnahmen vorgesehen haben. Sollte es zu brisant werden, sperren wir die Wege“, sagt Landesgeologe Rainer Braunstingl. Noch diesen Herbst soll ein labiler Kalkblick gesprengt werden.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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