12.10.2019 14:50 |

58 Mio. Euro Kosten

Glemmtal-Schutzprojekt: Arbeiten haben begonnen

 700 Häuser und zehn Kilometer Straße  im Glemmtal wollen Bund und Land künftig vor Muren und Hochwasser schützen. Die Arbeiten für das Schutzprojekt haben am Freitag begonnen

Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Maria Patek, und Landesrat Josef Schwaiger gaben am Freitag den Startschuss für die Bauarbeiten zum Schutz des Glemmtales. Das Projekt ist auf 20 Jahre ausgelegt. „Mindestens 700 Gebäude und zehn Kilometer Verkehrswege, darunter die L111 als Lebensader des Glemmtals erhalten damit Schutz vor Muren und Hochwasser“, so Landesrat Josef Schwaiger. Möglich wird dieses Schutzprojekt vor allem durch den Bund, der 60 Prozent der Gesamtkosten trägt, ein Viertel kommt von der Wassergenossenschaft Saalbach, der Rest vom Land. „Das Projekt ‚Saalach 2018‘ kenne ich von Anfang an.“ Es ist laut Patek mit einer Gesamtinvestition des Bundes von 58 Millionen Euro das bisher größte Schutzprojekt ihres Ressorts im Bereich der Wildbach- und Lawinenverbauung. Die große Wertschätzung der Leistungen der Wildbach- und Lawinenverbauung im Bundesland und in der Bevölkerung bestätige die wichtige Arbeit der BMNT-Bundesdienststelle. 

Hänge stabilisieren und Hochwasserwelle verringern

„Begonnen wird mit Maßnahmen zum Hochwasser- und Geschieberückhalt sowie zur Stabilisierung zahlreicher Rutschhänge. Und die Abflussverhältnisse im Ortsteil Hinterglemm werden verbessert“, berichtet Leonhard Krimplstätter, der Salzburger Leiter der Wildbach und Lawinenverbauung über das nun gestartete erste Detailprojekt mit einem Kostenrahmen von 7,9 Millionen Euro. Danach rücken Baumaßnahmen in der Saalach und in 20 Zubringerbächen in den Fokus des umfassenden Schutzpakets. „Zentrales Ziel ist eine Verringerung der Hochwasserwelle für Saalbach und das Hintere Saalachtal“, so Krimplstätter. Das Projekt bringt auch wesentliche ökologische Verbesserungen mit sich: „Die Saalach wird durchgehend fischpassierbar, es entstehen zahlreiche ökologische Nischen in der Saalach und den einmündenden Wildbächen“, so Schwaiger.

Im August 2018 wurde das Glemmtal nach heftigen Regenfällen durch Muren und Hangrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. 50 Meter der Landesstraße sind in den Fluten versunken. Bund und Land haben rasch gehandelt, um der Bevölkerung mehr Sicherheit zu bieten. Bereits vorgesehene Planungen wurden um ein Jahr vorgezogen.

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