09.10.2019 12:00 |

Wohnen in der Zukunft

„Das wäre eine furchtbare Welt!“

Michael Mondrian vom Zentrum Ars Electronica in Linz hat mit der Arbeiterkammer Salzburg die Ausstellung „Smart Home - Sweet Home?“ konzipiert. Die fragt: Wie verändert die Digitalisierung unser Wohnen? Mondrian diskutiert digitale Schreckensszenarien und hofft auf eine kritische Gesellschaft.

Herr Mondrian, Sie beschäftigen sich seit mehr als einem Jahrzehnt mit den Auswirkungen der Digitalisierung. Wie werden wir in Zukunft wohnen?

Wohnraum wird immer teurer und knapper. Es ist vorstellbar, dass deshalb das Thema virtuelle Realität wichtiger wird. Man setzt sich eine 3D-Brille auf und gestaltet einen Wohnraum einfach um.

Wann glauben Sie, ist es soweit?

Sehr bald. Es wird viel in diese Richtung geforscht und es gibt schon hochentwickelte Prototypen. Derzeit sind die aber noch zu teuer, um den Markt zu überschwemmen.

Geht es da nur um Brillen oder sind Ganzkörperanzüge vorstellbar, die den Träger anders fühlen lassen?

Auch an Anzügen, die das Realitätsempfinden beeinflussen, wird gearbeitet. Auf dem Feld des Fühlens ist man aber noch nicht so fortgeschritten wie beim Sehen.

Kaufen Bewohner in Zukunft ihren virtuellen Blumentopf im App-Store?

Eine furchtbare Vorstellung einer Welt, aber denkbar! Einheitswohnungen, die virtuell durch App-Käufe mit Einrichtung bestückt werden ...

Glauben Sie, dass es wirklich so weit kommt?

Ich hoffe, dass unsere Gesellschaft eine Grenze zieht, die das verhindert. Wir müssen die guten und die schlechten Szenarien der Digitalisierung diskutieren. Diese Ausstellung soll dazu anregen.

Christoph Laible
Christoph Laible
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