24.09.2019 06:06 |

Entsorgung

Brandgefährliche Akkus landen im Müll

Zwei Brände binnen einer Woche verursachten bei der Kärntner Abfallbewirtschaftung in Klagenfurt hohen Sachschaden. Ursache waren mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Lithium-Akkus im Müll. Die KAB beruft deshalb im Oktober gemeinsam mit dem Land einen Gipfel ein, um nach einer Lösung zu suchen.

Es vergeht kaum eine Woche, in der es nicht bei einem Entsorger in Österreich brennt. In Kärnten standen zuletzt Sammelstellen in Klagenfurt, Villach (Saubermacher) und Tainach (ASA) in Brand. Der Schaden ist jedes Mal erheblich. Und alles nur wegen kleiner Akkus, die im Hausmüll landen.

Ohne sie geht nichts mehr: Sie stecken in Zahnbürsten, Schlafbären oder sogar blinkenden Turnschuhen – und landen zuletzt im Schredder. Weil die Leute nicht daran denken, wie gefährlich sie auf der Deponie werden können oder oft einfach nur aus Bequemlichkeit.

KAB-Chef Werner Bleiberger: „Der Müll wird bei uns zwar geprüft, aber solche kleinen Akkus sind halt leicht zu übersehen. Entweder sie explodieren oder es kommt nach dem Zermahlen zu einer chemischen Reaktion. Dann brennt’s.“

Trotz überwachter Förderbänder und Löschanlagen seien Brände kaum zu verhindern. Bleiberger: „Und jedes Mal bleiben wir auf 200.000 Euro Selbsthalt sitzen.“ Ändere sich die Mülltrennungsmoral der Konsumenten nicht, dürften vermutlich die Müllgebühren steigen.

Serina Babka
Serina Babka
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