17.09.2019 06:02 |

Stahlkrise als Grund

RHI Magnesita streicht bis zu 180 Jobs in Trieben

Nächster Tiefschlag für den Wirtschaftsstandort Steiermark! Beim Feuerfestkonzern RHI Magnesita in Trieben müssen nach „Krone“-Informationen 180 Mitarbeiter gehen - nachdem bei Magna 700 Arbeitsplätze akut gefährdet sind, fordert die SPÖ nun auch in Wahlkampfzeiten einen überparteilichen Schulterschluss.

Das Damoklesschwert schwebt schon seit längere Zeit über dem Triebener Werk von RHI Magnesita - nun dürfte es für eine Teil der Belegschaft gefallen sein. Von den 245 Arbeitsplätzen (inklusive 45 Leiharbeiter) stehen 180 vor dem Aus.

Eine Zahl, die man beim Konzern nicht bestätigen will, aber: „Aktuell sind wir mit einer sinkenden Nachfrage von Seiten der europäischen Stahlindustrie konfrontiert, weshalb wir eine Anpassung des Produktionsvolumens in Trieben evaluieren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in diesem Zusammenhang Arbeitsstellen abgebaut, beziehungsweise verlagert, werden. In welchem Ausmaß und in welcher Form das erfolgt, wird die Evaluierung zeigen. Selbstverständlich werden wir alles daran setzen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Trieben möglichst viele Stellen vor Ort oder an anderen österreichischen Standorten zu erhalten“, sagt Unternehmenssprecherin Lisa Fuchs.

„Wir müssen handeln“
„Die Konjunktur beginnt sich einzutrüben - ich habe ÖVP, FPÖ und Grüne immer davor gewarnt, keine Neuwahlen auszurufen, weil jetzt die Zeit zum Arbeiten ist. Wir müssen einfach handeln und schauen, dass wir Arbeitsplätze in der steirischen Industrie sichern und Arbeitslosigkeit vermeiden“, fordert deshalb LH-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ).

Schon am Donnerstag will er daher einen steirischen Beschäftigungspakt vorlegen. Neben einer steirischen Aktion 20000 für Arbeitslose über 50 Jahre will Schickhofer etwa gezielte Qualifizierungsmaßnahmen für stark betroffene Branchen schnüren.

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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