13.09.2019 16:00 |

Große Rotkreuz-Übung

Horrorszenario Beben: 1000 Tote, 300 Verschüttete!

Ein entgleister Eisenbahnwaggon, zerstörte Häuser, ein Chemieunfall, ein abgestürzter Linienbus! Nach einem Erdbeben der Stärke 6,8 nach Richter sind die Folgen im Bezirk Leoben massiv – so lautet die Übungsannahme bei der „Ironore 2019“, die den Einsatzkräften vom Roten Kreuz in diesen Tagen alles abverlangt.

Seit Mittwoch, zwölf Uhr, stehen die Rotkreuz-Helfer (400 aus fünf Nationen) praktisch rund um die Uhr im Einsatz – denn an Aufgaben mangelt es im Raum Eisenerz keineswegs! Nach dem Erdbeben, so die Übungsaufnahme, steht die steirische Welt kopf: Im Bezirk Leoben gibt es 15.000 Betroffene, mehr als 1000 Tote sind zu beklagen, bis zu 300 Menschen liegen noch unter den Trümmern. 4300 Steirer sind obdachlos, dazu ohne Strom, Wasser und Nahrung. Da die lokalen Einsatzkräfte selbst stark geschwächt sind, braucht es Hilfe von außen.

Applaus der EU für Übungen dieser Art
„Internationale Hilfe anzunehmen und diese mit den nationalen Einheiten abzustimmen, ist eine der Hauptaufgaben des Projekts“, sagt Almodóvar Araez, der Projektoffizier der EU, die diese Mega-Übung mitfinanziert. Der Aufwand ist enorm: „Am Donnerstag haben wir zehn Szenarien durchgespielt. Eines davon war ein Busunfall am Präbichl, bei dem der Bus aus einer Kurve geflogen und seitlich in einem Abhang gelandet ist. Danach galt es, die zahlreichen Verletzten zu bergen“, weiß Julia Pechmann vom Landesverband Steiermark.

Virtuelle Realität dank Simulations-Software
Peter Hansak, Landesrettungskommandant vom Roten Kreuz Steiermark, betont die Relevanz der Zivilgesellschaft: „Übungen wie diese heute werden zu 75 Prozent von Freiwilligen getragen - ohne die wäre es nicht möglich.“ Auch die Erprobung neuer innovativer Bestandteile gehört zu der bis Samstag dauernden Übung: So steht auch eine Simulations-Software zum Üben in der virtuellen Realität zur Verfügung.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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