11.09.2019 16:10 |

Verdacht auf Wolf

Totes Kälbchen auf Rastötzenalm gefunden

Nur eine Woche nach dem vermeintlichen Riss einer Kalbin im Großarltal - die „Krone“ hat berichtet - liegt der Verdacht nahe, dass der Wolf erneut zugeschlagen hat. Diesmal wurde auf der Rastötzenalm in Bad Hofgastein ein verendetes Jungrind gefunden. Dort soll sich Isegrim schon des Längeren aufhalten.

In 15 Minuten gelangt der Wolf von der Tofernalm zur Rastötzenalm. In diesem Gebiet wechselt er ständig hin und her. „Wir sprechen von einem Verdachtsfall, denn ein direkter Einfluss ist schwer nachzuweisen. Das junge Kalb könnte auch gejagt worden sein. Oder es ist abgestürzt“, erklärt Wolfsbeauftragter Hubert Stock, der bereits eine DNA-Probe entnehmen ließ. Zumindest der räumliche und zeitliche Aspekt würde auf einen Wolfsriss hinweisen. „Es ist heuer der 27. Todesfall. Einige Schafe sind verletzt, 20 Schafe sind noch abgängig. Dass sie noch leben ist unwahrscheinlich“, so Stock.

Der Experte hat nicht damit gerechnet, dass der Wolf auf Rinder losgeht. „Kälber werden normal nur im Rudel gejagt. Da keine Schafe mehr auf den Almen sind, geht er auf die Rinder los.“

Abschuss-Bescheid lässt auf sich warten

Mit einem Abschuss-Bescheid sei vor Ende Oktober nicht zu rechnen. Nach Anlaufschwierigkeiten bei der Suche nach einem Gutachter führt nun Klaus Hackländer, Professor an der BOKU Wien, die Beurteilung durch.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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