06.09.2019 16:13 |

Deutlicher Appell

„Das Bundesheer braucht dringend Investitionen“

Generalstabschef Robert Brieger und Airpower-Projektleiter Arnold Staudacher nutzten ein Pressegespräch am Freitag bei der Airpower in Zeltweg dazu, um auf Mittelbedarf für das Heer hinzuweisen. Man brauche dringend die Investitionen, er gehe davon aus, dass sich die nächste Regierung an die Zusage des Hubschrauber-Pakets halte, sagte Brieger. 

Er hoffe, dass die nächste Regierung die Zusage der türkisblauen Regierung für das Helikopter-Paket übernehme, sagte der Generalstabschef. Dabei geht es um die Beschaffung von leichten Hubschraubern als Alouette III-Nachfolger bzw. der Ergänzung der Blackhawk-Staffel um drei Maschinen. Priorität vor einer Entscheidung über einen Weiterbetrieb des Eurofighter habe die Beschaffung eines Nachfolgemusters für die rund 50 Jahre alten Saab 105Ö Trainer und Luftraumüberwachungsflugzeuge.

„Scheint mir verkraftbar“
Auf die Frage nach der Umschichtung von Mittel aus dem Ausbildungsbudget für die Abhaltung der Airpower sagte Brieger vor Journalisten, man müsse zugestehen, dass die Vorbereitungen für die Flugshow schon weit gediehen gewesen seien. Die Airpower sei ja auch ausbildungsmäßig nutzbar, hinsichtlich Flugleistungen und Bodenorganisation. „Das scheint mir verkraftbar. Aber natürlich wäre ich froh, wenn wir auch das Geld für große Verbandsübungen wie auf Brigadeebene hätten“, so der Generalstabschef.

Finanzierung mit Ach und Krach
Brigadier Staudacher meinte zur Abhaltung der Airpower, deren Finanzierung mit Ach und Krach zustande kam: „Da stand schon die Glaubwürdigkeit auch auf dem Spiel. Es sind ja auch schon Verträge abgeschlossen worden.“

Zur Kritik an der Airshow als klimafeindliche Veranstaltung sagte Staudacher: „Das Triebwerk, das kein CO2 ausstößt, ist noch nicht erfunden. Und wenn, könnte es sich das Bundesheer nicht leisten.“ Ein Tag Airpower in Zeltweg emittiere gleich viel CO2 wie ein Tag des Betriebs des Zivilflughafens Graz, und dieser sei keiner von den großen Airports. Und die Airpower findet nur alle drei Jahre statt. Da werde in der Diskussion einiges aus dem Zusammenhang gerissen, sagte Staudacher.

Kein Rekordbesuch
Gegen 14.30 Uhr schätzte das Bundesheer, dass sich rund 40.000 Zuseher am Gelände befanden, bei stärkerem Zustrom als am Vormittag, wobei der erste Tag immer der besucherschwächere Tag war. Die Höchstmarke an Besuchern von 150.000 am ersten Tag zu erreichen dürfte allerdings wegen des Nieselregens schwierig sein.

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