25.08.2019 20:00 |

Bilderbuch in Graz:

Ihre Liebe kennt keine Jahreszeiten

Für viele steirische Fans war es wohl wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk: Bilderbuch war in Graz und beendete auf dem Freigelände B der Messe ihre aktuelle „One World“-Tour. Doch bevor sie Gitarren und Lederhandschuhe vorerst an den Nagel hingen, lieferten sie noch einmal eine grandiose Show mit ganz viel Liebe.

Das muss man sich erst einmal trauen: Mit „Bungalow“, einem ihrer allergrößten Hits, startet Bilderbuch die Show in Graz. Save the best for last? Mitnichten! Die Herren um den lasziv-coolen Frontmann Maurice Ernst können es sich leisten. Immerhin haben sie mittlerweile ein beachtliches Arsenal an Songs auf Lager, die ihnen das Publikum regelrecht aus der Hand frisst - oder aus dem Nabel trinkt, denn „Mr. Refrigerator“ wirft an diesem Abend nicht nur einen „Frisbee“ und reicht einen „Spliff“, sondern schenkt auch einen süffig-coolen „Softdrink“ ein.

Diese Band beherrscht das Spiel mit dem Nonsense und zieht bunte, surreale Welten auf - die Musiker stehen zwischen einem funkelndem Wasserhahn, einem Pappmache-Planeten und einer Gangway ins Nichts -, in denen sich doch jeder irgendwie wiederzufinden vermag. Und die immer voller Sex-Appeal sind. Dafür sorgt auch der Sound-Mix aus Rock, Funk, Hip-Hop, Pop und Punk, der zwar irgendwie immer nach den guten alten 1980ern klingt, zugleich aber auch frischer als das meiste, was hierzulande sonst so geliefert wird.

Die „Maschin“ rennt perfekt
Bestes Beispiel dafür ist der Bilderbuch-Dauerbrenner „Maschin“ - ohne Zweifel der geilste Popsongs, den eine österreichische Band in den vergangenen Jahren produziert hat. Auch das dazugehörige Video ist mittlerweile so legendär, dass Ernst die Handschuhe, die er darin trägt, dem Grazer Publikum nur zeigen muss, um es zur Ekstase zu bringen: Sind sie erst übergestreift, folgt eine Live-Version, die von Müdigkeit am Ende der langen Tour nichts erahnen lässt.

Denn gegen die Müdigkeit scheint die Band auch ein ganz einfaches Rezept zu haben: „Graz, gib mir Liebe“, ruft Ernst mehr als einmal - und erntet tosenden Applaus. Elektrisiert davon lassen die Musiker den Funken der Liebe in ihren Songs wieder zurück ins Publikum springen - es ist ein perfekter Kreislauf der Zuneigung.

„Frohe Weihnachten, Graz!“
Nach 100 Minuten und finalen Höhepunkten mit Knallern wie „LED go“, „OM“ und „Schick Schock“ ist die Tour endgültig beendet und Bilderbuch verabschiedet sich in die Konzertpause: „Frohe Weihnachten, Graz. Liebe!“, ruft Ernst. Und das im August. Aber wer braucht schon Jahreszeiten, wenn so viel Liebe in der Luft liegt?

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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