Hitze, Mäuseplage ...

Ein Sommer voller Sorgen für unsere Bauern

In den Weingärten Ziesel, die sich an den Rieden zu schaffen machen, auf dem Acker gefräßige Mäuse - und in den Wäldern Borkenkäfer. Unsere Landwirte kämpfen derzeit für gute Ernten und teils um die Existenz. Dazu macht Trockenheit und Hitze zu schaffen.

„Der Sommer ist für unsere Bauern mehr als nur durchwachsen, um es milde zu sagen“, versucht es Niederösterreichs Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner gegenüber der „Krone“ diplomatisch auszudrücken. Sorgen gibt es überall: Denn von höher gelegenen Almen müssen derzeit - um fast einen Monat früher als sonst - die ersten Kühe wieder ins Tal getrieben werden.

Kein Futter für die Kühe
Es gibt dort oben schlicht und einfach nichts mehr zu fressen für sie, weil durch die Hitze die Weiden ausgedörrt sind und wegen des ausbleibenden Regens nichts nachwachsen konnte. Auch Wasser gibt’s für das Vieh wenig.

Im Weinviertel (NÖ) kämpfen die Bauern gegen eine regelrechte Wühlmausinvasion. Nachdem die Nager zuerst großen Schaden bei Getreide anrichteten, gibt es nun bei Mais und Rüben Probleme. Manfred Weinhappel von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich erklärt, dass der Boden teilweise von Mäuselöchern „zersiebt“ sei.

„In diesem Ausmaß noch nicht gesehen“
„In dem Ausmaß habe ich das noch nicht gesehen“, betonte der Experte kürzlich gegenüber der APA. Gegen die Plage, die insbesondere Felder in den Gemeinden Dürnkrut, Zistersdorf und Jedenspeigen im Bezirk Gänserndorf betreffe, riet Weinhappel zu einer „tieferen und wendenden Bodenbearbeitung“, um die Mäusegänge zu zerstören.

Neben Landwirten machen sich auch Winzer sorgen, dass die kleinen Nager ihre Frucht für sich entdecken könnten. Bisher sind die Weinbauern allerdings von Wühlmäusen verschont geblieben. Im Wiener Winzerort Stammersdorf hat man allerdings ein anderes Problem: Hier sind Ziesel auf den Geschmack der saftigen Reben gekommen.

Im Allgemeinen stellt unsere Bauern auch fehlender Niederschlag vor Probleme. Vor allem Sojabohnen, Mais und Zuckerrüben leiden besonders unter der Trockenheit. In vielen Wäldern treibt zudem nach wie vor der Borkenkäfer sein Unwesen.

Mark Perry, Kronen Zeitung/krone.at

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