01.08.2019 08:35 |

Dealer mit Fußfessel

Drogen gemeinsam mit Familie „ab Hof“ verkauft!

Obwohl er eine Fußfessel – wegen Körperverletzung– trug, zog ein Salzburger (23) seit Februar einen regen Drogenhandel auf. Gedealt wurde von der Wohnung der Eltern aus. Diese unterstützten den Junior ebenso wie sein Bruder. Die Familie dürfte mit dem schwunghaften Handel knapp 50.000 Euro eingenommen haben.

Die Wohnung in Maxglan war binnen kürzester Zeit als Hotspot für den Drogenverkauf „ab Hof“ bekannt. Vom Fenster, vom Balkon und vom Garten aus wurden die Päckchen mit Kokain, Ecstasy und Cannabis überreicht. Der 23-Jährige konnte sich ja wegen seiner Fußfessel nicht weiter entfernen. Die Mutter (54) und der Vater (60) des jungen Mannes übernahmen ebenfalls „Verkaufstätigkeiten“.

„Familien-Betrieb“
Die Freundin des 23-Jährigen, eine Jugendliche (17), sowie ein Bekannter (22) und ein Somalier (20) erledigten Botengänge und brachten bestellte Ware zu den diversen Abnehmern in ganz Salzburg. Auch der Bruder des Fußfesselträgers überbrachte Kokain-Lieferungen. Die Familie betrieb zudem in der Wohnung eines 29-Jährigen in Lehen eine größere Cannabis-Zucht.

Den Einkauf der Ware erledigten vor allem die Mutter (sie hat als Einzige einen Führerschein und ein Auto), der Somalier und der 22-jährige Bekannte. Nachdem der Kopf der Bande von der Fußfessel befreit worden war, zog er mit seiner Freundin in eine eigene Wohnung in Maxglan. Auch von dort aus dealte er.

50.000 Euro eingenommen
Nach umfangreichen Ermittlungen und mehreren Wohnungsdurchsuchungen geht die Polizei davon aus, dass insgesamt zwei Kilo Cannabis, mehrere Hundert Ecstasy-Pillen und eine geringe Menge Kokain im Wert von etwa 50.000 Euro in Umlauf gebracht worden sind. Der 23-Jährige sitzt ein, seine Komplizen sind wieder auf freiem Fuß.

Manuela Kappes
Manuela Kappes
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