30.07.2019 07:45 |

Öffis im Vorteil

Eine Straßenbahnfahrt ersetzt gleich 148 Fahrzeuge

Öffentliche Verkehrsmittel sind die mit Abstand effizientesten Fahrzeuge im Stadtverkehr - das zeigen neueste Zahlen des VCÖ (Verkehrsclub Österreich). 119 Millionen Fahrgäste setzten im Vorjahr auf die Öffis in Graz und leisteten dadurch einen großen Beitrag zur Stauvermeidung. Der VCÖ fordert daher mehr Busspuren und eine „grüne Welle“ für Bus und Bim. Wir haben spannende Daten und Fakten zusammengefasst.

  • 85 Straßenbahnen und 165 Busse sind in Graz im Einsatz.
  • Täglich werden von den Graz Linien mehr als 300.000 Gäste befördert.
  • 67,2 Kilometer ist das Straßenbahnnetz derzeit in Graz lang. 
  • 1400 Bim-Fahrten gibt es Tag für Tag durch die Herrengasse (derzeit wegen einer Baustelle allerdings nicht)
  • 119 Millionen Fahrgäste haben 2018 die Öffis in Graz genutzt, in Linz waren es 113 Millionen und in Klagenfurt 20 Millionen.
  • Eine Straßenbahn mit 35 Metern Länge benötigt stehend eine Fläche von rund 85 Quadratmetern und transportiert bei 80 Prozent Auslastung 170 Personen. Damit ersetzt eine einzige Straßenbahnfahrt im Frühverkehr 148 Pkw, denn im Schnitt sitzen in 100 Autos nur 115 Personen.
  • Stehend aneinandergereiht ergeben 148 Pkw eine rund 740 Meter lange Autokolonne. Und während die Straßenbahn weiter Fahrgäste ans Ziel bringt, benötigen die Autos eine Parkplatzfläche von insgesamt rund 2000 Quadratmetern. 
  • 150 Personen können in einer Straßenbahn oder in einem Gelenkbus inklusive Anfahren eine Kreuzung in nur 15 Sekunden queren. Pkw bräuchten beim aktuellen Besetzungsgrad eine Grünphase von rund 250 Sekunden – also mehr als vier Minuten –, um die gleiche Anzahl an Personen über die Kreuzung zu bringen.
  • In Schweizer Städten wird das Prinzip „Halt nur in der Haltestelle“ umgesetzt. Dort, wo Straßenbahnen keinen eigenen Gleiskörper haben, können Kfz im Mischverkehr die Straßenbahn nicht überholen.
  • In Stuttgart konnte durch Ampelsteuerungen und eigene Busspuren die Gesamtfahrzeit einer Linie um zehn Prozent reduziert werden. Es wurde dadurch ein Fahrzeug weniger benötigt und die Kosten wurden um 250.000 Euro reduziert. Besonders ärgerlich für die Fahrgäste sind Verspätungen infolge von Falschparkern.
  • In Wien etwa wurden in der Kreuzgasse im Jahr 2016 die Straßenbahnlinien 9 und 42 insgesamt 51-mal durch Falschparker blockiert. Nach einem Umbau mit Verbreitung des Gehsteigs ging die Zahl der Blockaden im Jahr 2018 um 90 Prozent auf fünf zurück.
  • In Graz wird vor allem die Linie 3 durch Gleis-Parker blockiert. Insgesamt wurden im Jahr 2018 in der Landeshauptstadt Straßenbahnen immerhin 32-mal durch Falschparker blockiert, in Linz 36-mal und in Innsbruck 13-mal
Michael Jakl
Michael Jakl
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