Kurt Flecker, zwei Drittel der Periode mächtiger Landesrat, dann aufs Altenteil (Landtagspräsidium) abgeschoben, steht nicht mehr an wählbarer Stelle für ein Mandat. Das braucht er aber, um als Präses in Amt, Würden und Gehalt zu bleiben. Wie auch immer, der rote Kurt ist in seinem Heimatbezirk Liezen durchgefallen. Die Bezirksliste führt Ewald Persch an, gefolgt von der Ausseerin Johanna Köberl und Fritz Zefferer.
A blöde G'schicht, die die SPÖ-Strategen schwer ins Schwitzen bringt. Man hätte Flecker Platz vier auf der Rest-Stimmenliste angeboten - ein Ansinnen, dass auch nicht gerade zur Besänftigung des wütenden Noch-Präsidenten beigetragen hätte. Denn beim Wahlsieg 2005 hatte man gerade drei Restmandate errungen. Wird also eine Mordshetz in den nächsten Tagen.
Einen Wechsel wird es auch im Bezirk Radkersburg geben. Langzeit-Abgeordneter Günther Prutsch ist nicht mehr angetreten. Der Ortschef von Tieschen, Martin Weber, ist jetzt Nummer eins und Landesgeschäftsführer Toni Vukan rangiert dahinter.
Wirbel um SPÖ-Privatstiftung
Nächste Baustelle: Lang war Ruh', doch jetzt gibt's wieder Wirbel in Sachen SPÖ-Privatstiftung. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag-Ausgabe berichtet, kommt auf Landeshauptmann Franz Voves neuerlich juristisches Ungemach zu. Laut Magazin wurde beim Landesgericht für Zivilrechtssachen der Antrag auf Aufhebung der Stiftungsauflösung eingebracht.
Die Advokaten Gregor Kohlbacher und Alexander Skribe argumentieren, dass der Auflösungsbeschluss durch den Stiftungsvorstand rechtswidrig erfolgt und auch der Vorstand selbst rechtswidrig zusammengesetzt sei. Um "amtsmäßige Überprüfung" des Vorganges wird ersucht.
9.000 entscheiden über Personalvertretung
Die Bundespräsidentenwahl ist am Sonntag um 16.00 Uhr bereits wieder Geschichte und schon steht die nächste Wahl an. Am kommenden Wochenende geht's um die Personalvertreter im Land. Immerhin 9.000 Mitarbeiter stimmen ab. Und da wird ordentlich geklotzt: Der ÖVP-nahe ÖAAB hat an sämtliche Bedienstete Kaffeehäferl mit persönlichem Namensaufdruck verschickt. "Da muss der Reichtum ausgebrochen sein", ätzt SPÖ-Klubchef Walter Kröpfl.
Die SPÖ-Fraktion wiederum tritt mit dem Slogan "Diesmal schräg wählen" an. Was immer damit gemeint ist. Vielleicht, dass die Wahlwerber selbst ziemlich schräge Vögel sind? Wie auch immer: Die Personalvertretungswahl ist ein Gradmesser in Richtung der großen Herbstwahl. Zuletzt hat der ÖAAB stolze 70 Prozent erzielt, die SPÖ-Gewerkschafter lagen bei 18, die Namensliste ALF erreichte 11,6 Prozent.
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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