01.08.2019 05:55 |

Hilfe für Artgenossen

Studie: Kaum jemand kennt Blutspenden unter Tieren

Selbst viele Tierhalter wissen nicht, dass auch Hunde und Katzen Blut für Artgenossen spenden können. Dies geht aus einer nicht-repräsentativen Befragung von 158 Tierbesitzern in Großbritannien hervor. Auch Experten in Österreich und Deutschland bestätigen dieses Ergebnis.

Demnach wussten 70 Prozent der Befragten nicht, dass ihre Lieblinge für Artgenossen spenden können. Drei Viertel wussten auch nicht, dass es Blutbanken für Haustiere gibt, heißt es im Fachjournal "Vet Record". Doch fast 90 Prozent der Befragten waren bereit, ihre Tiere Blut spenden zu lassen - wenn ein anderes Tier eine Transfusion zum Überleben brauche. Das deckt sich mit den Erfahrungen von Veterinären an der Freien Universität Berlin. Rund 300 Hunde und 180 Katzen erhalten hier pro Jahr eine Bluttransfusion. Doch nur geschätzt zehn Prozent der Tierhalter wissen, dass es dort eine Blutbank für Hund' und Katz' gibt.

Haustier-Blutbank in Parndorf
In der Tierklinik in Parndorf will man mit der ersten Blutbank für Haustiere zumindest verhindern, dass es zu solchen Engpässen kommt. Doch ähnlich wie beim Menschen ist auch nicht jeder Hund, jede Katze als Spender geeignet. Auch hier werden Proben genau untersucht und nur ganz gesunde Tiere in die Kartei aufgenommen. Auf der Veterinärmedizinischen Universität in Wien können Hunde ebenfalls Blut spenden. Dies bringt auch Vorteile für den Besitzer mit sich, denn die Blutgruppe des Hundes wird bestimmt und ein Blutspenderausweise ausgestellt, der im Notfall lebenswichtige Zeit sparen kann. Bei jeder Spende erfolgt außerdem kostenlos eine umfangreiche medizinische Kontrolle des Vierbeiners und seiner Blutwerte.

Das sind die Voraussetzungen
Spenderhunde müssen klinisch gesund, zwischen einem und acht Jahren alt sowie mindestens 17 Kilogramm schwer sein. Zudem müssen regelmäßige Impfungen nachgewiesen werden. Der Hund darf zum Entnahmezeitpunkt keine Medikamente erhalten. Bei Katzen ist es ähnlich: Um Blut spenden zu dürfen, muss das Tier  gesund und geimpft sowie mindestens dreieinhalb Kilogramm schwer sein. Das Alter sollte zwischen einem und acht Jahren betragen. Trächtige Stubentiger oder jene, die Medikamente einnehmen, sind ausgeschlossen. Die letzte Spende sollte zudem mindestens vier Monate zurückliegen.

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