Mattersburg erwies sich in der Anfangsphase der ersten Hälfte als ebenbürtiger Gegner, schon nach rund 20 Minuten hatten die ohne Jantscher, Hlinka (beide gesperrt) sowie Beichler (verletzt) angetretenen Gäste aber besser ins Spiel gefunden und tauchten einige Male gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Sturm-Akteur Andreas Hölzl konnte dazu aber nur wenig beitragen, der ÖFB-Teamkicker kegelte sich in der 17. Minute die rechte Schulter aus und wurde sechs Minuten später durch Prawda ersetzt.
Kienast scheitert an Bliem
Die besten Einschussmöglichkeiten aufseiten der vor dem Tor meist zu umständlich agierenden Grazer fand in der 24. Minute Kienast vor, der nach einem präzisen Lochpass von Salmutter erst an Bliem scheiterte. Für Mattersburg verfehlte Spuller, der von Naumoski per schönem, weiten Pass bedient worden war, mit einem Volleyversuch Sekunden vor dem Pausenpfiff den Grazer Kasten.
Naumoski mit "Turban"
Die zweite Hälfte begann wenig spektakulär, vorläufiger "Höhepunkt" blieb ein Zusammenstoß zwischen Schildenfeld und Naumoski, der Letzterem eine Platzwunde am Kopf sowie einen "Turban" eintrug. Von Dynamik war freilich auch danach wenig zu merken, im Pappelstadion kam Langeweile auf. Salmutter, klar bester Sturm-Spieler, scheiterte in der 57. Minute an Bliem bzw. verfehlte eine Kienast-Flanke per Kopf nur knapp (65.).
Den Matchball vergab schließlich aber Naumoski, dessen vermeintlicher Siegtreffer per Kopf sich als Lattenpendler entpuppte (80.). Sturm kam in einem spannenden Finish noch einige Male in Bedrängnis, in der 84. Minute wurde ein Tor der Burgenländer zurecht aberkannt, weil Waltner zuvor im Abseits gestanden war. Schildenfeld scheiterte kurz vor dem Schlusspfiff an Bliem, wenig später parierte der gute Mattersburg-Goalie noch einen Schuss des eingewechselten Lavric.
Das sagten sie nach dem Spiel
Franco Foda (Sturm-Trainer): "Ich kann mit der Chancenverwertung nicht zufrieden sein. Es hätte auch anders ausgehen können. Es wird in der Meisterschaft immer enger, aber es gibt noch einige Spiele. Es ist noch nicht alles verloren, wir sind noch immer auf Cup und Liga konzentriert."
Klaus Salmutter (Sturm-Mittelfeldspieler): "Wir waren überlegen, wenn man die 90 Minuten anschaut. Ich hatte eine Riesenchance, da war ich zu unschlüssig. Der Andi (Hölzl, Anm.) ist für uns ein wichtiger Mann. Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir für ihn gewinnen wollen. Am Schluss hatten wir noch einmal Glück beim Lattenpendler von Naumoski. Wir haben uns noch Chancen ausgerechnet auf Platz drei, aber wenn wir unsere Hausaufgaben nicht machen, haben wir natürlich keine Chance mehr."
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Das Remis war wahrscheinlich gerecht. Es war ein ganz tolles Spiel von meiner Mannschaft. Wir haben guten Fußball gezeigt, die Jungen werden immer sicherer.
Ilco Naumoski (Mattersburg-Stürmer): "Wir hätten uns den Sieg verdient. Ob wir Fünfter oder Sechster werden, ist schon wurscht, wir müssen eine junge Mannschaft aufbauen. Die müssen sich erst entwickeln."
Fußball-tipp3-Bundesliga, 31. Runde: SV Mattersburg - SK Sturm Graz Endstand 0:0. Pappel-Stadion, 5.500, SR Schörgenhofer.
Mattersburg: Bliem - Farkas, Chrappan (57. Sedloski), Malic,
Pauschenwein - Spuller, Seidl, Mörz, Salamon - Waltner, Naumoski
Sturm: Gratzei - Ehrenreich, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki -
Hölzl (23. Prawda), Foda, M. Weber, Salmutter - Muratovic (72. Haas) - Kienast (81. Lavric)
Gelbe Karten: Mörz, Malic bzw. keine.
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