Man könne hier küssen, Feste feiern, die Sonne anbeten, Laufen lernen, staunen, Händchen halten, Kunststücke machen, jausnen, rasten usw., meinte die Grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker unlängst im Zuge der Gastgartendiskussion über den Hauptplatz. Wie fern der Realität diese Haltung ist, zeigt ein Lokalaugenschein der "Steirerkrone".
Bernhard Milenkovics, Chef der Adler Apotheke, kritisiert die Zustände seit Jahren. Kunden würden den Hauptplatz aus Angst meiden, immer wieder komme es in der Apotheke zu brenzligen Situationen. Standler wie Sonja und Robert Piber erzählen, dass Kunden angepöbelt werden, dass Georgier und Tschetschenen lautstark den Krieg auf dem Hauptplatz ausgerufen hätten. Sonja Piber: "Die Ordnungswache schaut nur weg." Andere Geschäftsleute wie Klaus Weikhard haben längst einen eigenen Wachdienst engagieren müssen.
Die Polizei setzt zwar Schwerpunktaktionen, aber eine dauerhafte Lösung des Problems ist bisher nicht gelungen. Darüber hinaus haben viele Standler immer noch Probleme mit undichten "Buden" - deren Bau und Design ist von der Stadt vorgegeben worden. "Rücker wehrt sich gegen den Gastgarten, lässt Dealern und rabiaten Alkoholikern aber freie Hand. Es braucht Kontrolle. Die Stände müssen verbessert werden", so FPÖ-Klubobmann Armin Sippel.
von Gerald Richter, "Steirerkrone"
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