14.06.2019 14:41 |

„Können Signal setzen“

Erster Ort Österreichs rief „Klimanotstand“ aus

Als erste Gemeinde Österreichs hat der obersteirische, 1150 Seelen zählende Ort Michaelerberg-Pruggern im Bezirk Liezen am Donnerstagabend den „Klimanotstand“ ausgerufen. Der einstimmige Gemeinderatsbeschluss soll Signalwirkung haben, bestätigte Bürgermeister Hannes Huber (ÖVP) am Freitag einen entsprechenden Bericht. Initiator war der Hotelier und Klimaschutzkämpfer Ernst Schrempf.

Eine rechtliche Bindung bringt der Beschluss nicht mit sich, aber Huber will damit andere Gemeinden und vielleicht auch Städte animieren, mitzuziehen. Für die Kommune ist der ausgerufene „Klimanotstand“ aber nicht nur Signal, sondern „wir machen uns viel Gedanken über das Klima, für uns ist das nicht nur symbolisch“, unterstrich der Bürgermeister im Gespräch.

Seit mehr als einem Jahrzehnt werde ein Bioheizwerk betrieben, das Schule, Kindergarten und Vereine mit Strom versorgt. Die Gemeinde ist in verschiedenen Verbänden engagiert, etwa um den Wald „klimafitter“ zu machen: „Die Fichte ist anfällig für den Borkenkäfer. Die Douglasie ist eine Alternative, die gut in unsere Gegend passt“, beschrieb Huber.

Ort mehrfach von Wetterkapriolen betroffen
Die Gemeinde selbst sei schon mehrmals von Wetterkapriolen, die mutmaßlich durch den Klimawandel entstanden, betroffen gewesen: „Wir haben andere Wetterlagen als früher. Am 17. Juli 2010, als es das Kleinsölktal unweit von uns traf, haben uns nur die bereits gebauten Schutzmaßnahmen vor Muren bewahrt. 2002 sind wir beim Enns-Hochwasser nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Bei einem Föhnsturm 2002 sind rund 90.000 Festmeter Holz bei uns gefallen“, zählte der Bürgermeister auf. „Wir sind leidgeplagt und daher auch sensibler beim Thema Klimaschutz.“

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