09.06.2019 15:00 |

Unzählige Fälle

Grazer „Puber“: Polizei fahndet nach Sprayer

Vandalismus oder doch Kunst? Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. In Graz gibt es kaum ein Haus, das nicht schon einmal beschmiert wurde. In den meisten Fällen bleiben die Besitzer auf dem Schaden sitzen. Ein Sprayer treibt es seit einiger Zeit besonders bunt. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach ihm.

„ASDF“ - wofür dieses „Tag“, so lautet der Fachausdruck, steht, ist unklar. Man vermutet, dass es von der Tastatur inspiriert ist. Man sieht das Kürzel im ganzen Stadtgebiet. Und so oft, dass es mittlerweile fast schon „Puber“-Dimensionen angenommen hat.

„Puber“ ist ein Sprayer, der es zu Berühmtheit brachte, wenn auch zu zweifelhafter. Der Schweizer trieb jahrelang sein Unwesen, zuerst in Zürich und dann in Wien, bis er schließlich geschnappt wurde. Er wurde zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt. Der Schaden, den er bis zu seiner Enttarnung angerichtet hatte, ging in die Zigtausende Euro.

Ein ähnliches Schicksal droht auch „ASDF“. Die ersten Anzeigen habe es 2018 gegeben, so die Polizei. Er dürfte aber schon etwas länger in der Murmetropole sein Unwesen treiben.

Eigene Ermittlungsgruppe
Bei der Grazer Kripo gibt es eine eigene Ermittlungsgruppe, die Jagd auf Sprayer macht. Erst letztes Jahr ist einer geschnappt worden, der für 300 Sachbeschädigungen verantwortlich war. Seit 2017 konnten einige Hundert Schmierereien Tätern zugeordnet werden. Zum Ermittlungsstand im Fall „ASDF“ will man aktuell nichts sagen.

Was man tun kann
Ein leidgeprüfter Hausbesitzer im Bezirk Lend ließ sein Haus von einem Graffiti-Künstler gestalten - und bezahlte sogar dafür. Seitdem hat er seine Ruhe. In der Szene gibt es nämlich so etwas wie einen Ehrenkodex: Graffitis werden nicht übersprayt.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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