30.05.2019 13:00 |

Außergewöhnlicher Mai

Alle vier Jahreszeiten in nur einem Monat

Er startete warm und trocken, brachte dann sogar Schnee und wurde zum nassesten Mai seit Beginn der Messgeschichte. In den vergangenen vier Wochen gab es in Tirol alle vier Jahreszeiten. Ein Rück- und Ausblick.

Außergewöhnlich ist wohl das Wort, das diesen Mai am treffendsten beschreibt. Nach 13 zu warmen Monaten in Folge bilanziert er nicht nur deutlich zu kalt, es fiel auch markant mehr Niederschlag und die Sonne erreichte nirgends ihr Soll. So gab es in Innsbruck in diesem Monat nur einen einzigen Sommertag – „normal wären hier sieben“, so Ubimet-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer.

Auf Schnee folgte Frost und sehr viel Regen
In unglaublichem Kontrast dazu steht der Mai des Vorjahres: der war in Österreich der wärmste in 150 Jahren und brachte in Innsbruck 15 Sommertage hervor. Der Mai glänzte aber nicht nur durch die Abwesenheit des Sommers, viel mehr war es die Anwesenheit des Winters, die diesen Monat so speziell machte. In Reutte lagen am Morgen des 5. Mais etwa 16 Zentimeter Neuschnee, in Patsch wurden die blühenden Tulpen angezuckert und in Götzens mussten 15 Zentimeter weiße Pracht von Autodächern geschöpft werden.

Minusgrade im Mai
Auf den Schnee folgte dann aber nicht etwa der Frühling – nein, die Eisheiligen brachten, was sie versprachen und mit der kalten Sophie wurde es frostig in Tirol. In Seefeld wurden am 7. Mai etwa -4 Grad gemessen und selbst in Innsbruck fiel das Thermometer mit -1 Grad knapp unter die Null.

Grauer Himmel und sehr viel Regen
„Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“, heißt eine andere Bauernregel rund um die Eisheiligen – und die erwies sich als weniger wahr. Denn anstatt des Sommers schien der Herbst in Tirol Einzug zu halten. Und mit ihm kam ein wolkenverhangener Himmel und sehr viel Regen: Mit Ausnahme des Oberen Gerichts und Teilen Osttirols wurde das Regensoll deutlich übertroffen. In Kufstein beispielsweise fielen statt der üblichen 120 l/m² bis gestern schon fast 200 l/m², und da kommen laut Ubimet noch 30-40 Liter bis Freitag dazu.

Der Juni bringt endlich Sommer und Sonne
Für heute verheißt die Prognose „zögerliche Wetterverbesserung“: Es bleiben aber reichlich Restwolken in Form von tiefen Hochnebelbänken zurück, die tagsüber etwas lockerer werden. Auch morgen wird es teils noch stark bewölkt bleiben. Erst der Samstag - und damit der Beginn eines neuen Monats - soll endlich den Sommer nach Tirol bringen: Das Wetter wird sonniger mit Höchstwerten von bis zu 25 Grad. Am Sonntag können endlich die Badesachen ausgepackt werden.

Anna Haselwanter
Anna Haselwanter
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