07.05.2019 20:25 |

Zweiter Fall in Muhr

Ein Geweih mitnehmen ist immer Wilderei

Gleich zweimal stahlen Unbekannte in jüngster Zeit im Lungau das Geweih von natürlich verendeten Tieren: Bereits im Februar wurde in Muhr-Jedl das Haupt eines von einer Lawine getöteten Hirsches abgetrennt. Nun „verlor“ ein Gamsbock-Kadaver, offenbar Fallwild, erneut in Muhr, diesmal in Hemerach, sein Haupt.

„Auch das Aneignen von natürlich verendeten Wildtier-Teilen fällt unter Wilderei und ist gesetzlich verboten. Normalerweise müsste man den Fund eines toten Wildtiers dem jeweiligen Jagdrechtinhaber oder der Polizei melden“, erläutert Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof. „Die Bergrettung ist hier ein Vorbild, die finden oft totes Wild und melden es uns sofort.“ Ein gutes Geweih sei locker 1000 Euro und mehr wert. „Liebhaber hängen sich das gerne auf. Mit Desinfektionsmittel mit Wasserstoff kann eigentlich jeder das Geweih präparieren. Der Hirsch verliert jedes Jahr einmal sein Geweih. Da werden bis zu 20 Euro pro Kilo bezahlt. Der Knopfwert fängt bei 200 Euro an. Und die Chinesen bezahlen für das gemahlene Geweih Unsummen.“ Es wird im Reich der Mitte als Lebenselixier und Potenzmittel gehandelt. Natürlich sind die Wirkungen nie wissenschaftlich nachgewiesen worden. 

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter