04.05.2019 14:01 |

„Wollte nur spielen“

Mädchen (4) von Adler attackiert und verletzt

Ein vier Jahre altes Mädchen ist in Werfen im Salzburger Pongau von einem jungen Adler angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich am 1. Mai am frühen Nachmittag auf einem Wanderweg nahe der Festung Hohenwerfen. Der Greifvogel verletzte das Kind am Kopf. Die Mutter des Opfers konnte den Adler schließlich vertreiben.

Das Mädchen aus Strobl im Flachgau war einem Bericht des ORF Salzburg zufolge mit seiner Mutter und einer Verwandten auf einem Wanderweg in Richtung Festung gewandert. „Auf einmal kam aus dem Nichts der Adler auf meine Tochter, mit den Krallen direkt ins Gesicht. Meine Tochter hat sich dann weggedreht, dann hat sie der Adler bei den Haaren gerissen“, so die Mutter gegenüber dem ORF. Ihre Schwägerin habe sich schützend auf das Mädchen gelegt. „Ich habe dann mit der Tasche den Adler vertrieben und das Kind geschnappt. Wir sind dann geflüchtet.“

Mädchen unter Vollnarkose genäht
Ihre verletzte Tochter sei unter Vollnarkose in einem Krankenhaus genäht worden. Sie habe einen großen Schock erlitten, erzählte die Mutter. Laut Polizei könnte es sich bei dem Adler um ein Jungtier handeln, das den Falknern auf der Burg Hohenwerfen entkommen und noch nicht ausgebildet sei. Der historische Landesfalkenhof auf der Burg besteht aus dem Falknereimuseum, einer historischen Falkenkammer und einem Freigelände auf der Lindenwiese, wo Flugvorführungen stattfinden.

„Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft berichtet“, sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber am Samstag. Die Staatsanwaltschaft werde dann prüfen, ob die Attacke durch den Adler eine strafrechtliche Relevanz hat. Eine Begleitperson des Kindes sei zudem ausgerutscht und habe sich am Knie verletzt.

„Die Adler in diesem Alter sind oft verspielt. Trägt man zum Beispiel grelle Farben, dann hat das einen bestimmten Reiz auf die Tiere. In den letzten 26 Jahren hat es so einen Vorfall allerdings noch nie gegeben“, betont Josef Hiebeler, Leiter des Salzburger Landesfalkenhofes auf der Werfener Burg.

 krone.at
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