Unterste Schublade

Firma setzte Detektiv auf behinderten Arbeiter an

Steiermark
30.04.2019 06:00
Porträt von Gerhard Felbinger
Von Gerhard Felbinger

Ein steirischer Groß-Konzern wollte einen Mitarbeiter mit Behinderung loswerden und setzte sogar einen Detektiv auf den Mann an! Die Arbeiterkammer kam zu Hilfe, die Frima musste jetzt 85.000 Euro Abfertigung zahlen.

Sachen gibt’s, da mag man nur mehr den Kopf schütteln. Etwa über den Fall eines 42-jährigen Arbeiters, ein „begünstigt Behinderter“, wie es das Arbeitsrecht so schön definiert. Solche Menschen genießen Kündigungs-, aber, besondere Feinheit, keinen Entlassungsschutz.

Mann war 27 Jahre bei Firma
Und da beginnt es im konkreten Fall widerwärtig zu werden. Ein steirischer Groß-Konzern wollte den Mann nach 27 Jahren loswerden. Und dafür griff man in eine ganz tiefe Schublade. Ein Detektiv wurde dem Arbeiter auf den Hals gehetzt, der behauptete in einem Gutachten, er hätte „genesungswidriges Verhalten“ festgestellt - ein Entlassungsgrund.

Da kamen dann die Experten der AK ins Spiel. Vor dem Arbeits- und Sozialgericht wurde der Vorwurf entkräftet, die Entlassung wurde in eine einvernehmliche Auflösung umgewandelt. Ohne Detektiv-Honorar kostete das den Konzern übrigens insgesamt 85.000 Euro an Abfertigungen.

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