Di, 21. Mai 2019
21.04.2019 09:00

Studie zu Gauner-Mails

Betrüger gehen im Namen großer Marken auf Jagd

Gefälschte E-Mails der Bank, der bekannte Microsoft-Schmäh oder diverse Gewinnversprechen: Immer wieder ergaunern Cyberkriminelle von gutgläubigen Tirolern gigantische Geldbeträge. Barracuda Networks, weltweit führendes IT-Sicherheitsunternehmen mit Sitz in Innsbruck, nahm nun über 360.000 Gauner-Mails unter die Lupe. 83 Prozent davon waren angeblich von großen Marken.

Der Schaden, den eine Osttiroler Firma unlängst verkraften musste, war enorm: Ein Gauner hackte – wie berichtet – das Computersystem und gab sich als Handelspartner aus. Nach mehreren E-Mails überwies das Unternehmen eine vermeintliche Rechnung. Schaden: mehr als 100.000 Euro! Dies war leider nicht der einzige Vorfall, bei dem Tiroler in den vergangenen Wochen und Monaten Gaunern auf den Leim gegangen sind. „Wir haben auch aus diesem Grund über 360.000 Betrüger-Mails untersucht“, erklären die PC-Experten von Barracuda Networks.

Erpressungen mit peinlichen Sex-Videos
Das Ergebnis zeigt einen eindeutigen Trend: 83 Prozent der Angriffe wurden im Namen von bekannten Firmen verschickt. Neben der Marken-Imitation zählt Sextortion zu den häufigsten Angriffstypen. Das Erpressen mit peinlichen Sex-Videos und Nacktbildern ist längst ein lukratives Geschäft für Gauner geworden. Auch sehr auffällig: Mehr als 70 Prozent der Attacken implizierten Dringlichkeit. Zudem betonen die Gauner immer wieder, dass das jeweilige Thema der E-Mail bereits diskutiert wurde. „Diese so genannten Spear Phishing-Angriffe entwickeln sich ständig weiter und sind darauf ausgelegt, traditionelle E-Mail-Sicherheitslösungen zu umgehen sowie Benutzer zu täuschen“, erklärt Asaf Cidon, Vize-Präsident bei Barracuda Networks. „Um dieser Art Angriffe voraus zu sein, ist die richtige Kombination aus Benutzerschulungen und Sicherheitstechnologien erforderlich. Es ist wichtig, über eine Lösung zu verfügen, die diese Angriffe erkennt, einschließlich Marken-Imitation, Sextortion oder anderen Betrügereien.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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