19.04.2019 07:53 |

Oberndorf

Kein Geld mehr für 160 Druckerei-Mitarbeiter

Schock für die 160 Beschäftigten der Oberndorfer Druckerei: Sie haben bereits seit Anfang März kein Geld erhalten. Bei einer Betriebsversammlung wurde ihnen nun erklärt, dass das Unternehmen weiterhin nicht zahlen kann. Hintergrund sind Probleme des Mutterkonzerns. Nun ruhen die Hoffnungen auf einer österreichischen Lösung.

„Die Stimmung ist den Umständen entsprechend gut, weil auch die Auftragslage positiv ist“, sagt Betriebsrat Markus Kosmaier. Er hat die volle Unterstützung der Gewerkschaft GPA-djp: „Wir werden alles dazu beitragen, damit der Standort bestehen bleibt und gesichert wird“, so GPA-djp-Geschäftsführer Gerald Forcher. Er will sich dafür einsetzen, dass die Banken den 160 Mitarbeitern, die seit sechs Wochen keine Löhne und Gehälter mehr bekommen haben, kurzfristig Überziehungsmöglichkeiten einräumen und bei offenen Zahlungen Nachsicht zeigen.

Österreichische Firma könnte übernehmen

Gleichzeitig laufen hinter den Kulissen Gespräche mit einem potenziellen Investor, der den Standort aus der holländischen Circle Media Group herauskaufen könnte. Die Hoffnungen ruhen auf einem heimischen Familienunternehmen. Details könnte es bereits kommende Woche geben.

Hintergrund sind Probleme des Mutterkonzerns: Die Holländer mussten am Mittwoch angesichts der „her-ausfordernden Marktgegebenheiten“ für ihre Holding und drei Druckereien Konkurs anmelden.

Die Oberndorfer Druckerei gibt es seit 1913. Derzeit produziert sie Kataloge, Broschüren und Zeitschriften. 2017 betrug der Verlust 2,1 Millionen Euro. Seit dem Vorjahr sind die Auftragsbücher aber voll. Betriebsleiter Harald Erbacher war vorerst nicht erreichbar.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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