Do, 18. April 2019
11.04.2019 17:18

Wirtschaft will Ausbau

Großes Griss um den steirischen Wind

Seit im Jahr 1999 auf der Sommeralm das erste steirische Windrad gebaut wurde, hat sich einiges getan bei der Windenergie. 100 Anlagen stehen mittlerweile auf unseren Bergen. Weitere 200 wären nötig, um das Polit-Ziel von 1000 Megawatt Leistung zu erreichen. Stefan Moidl von der IG Windkraft erläuterte gestern seine Gedanken zum Ausbau.

Stubalm, Murtal, Mürztal: Überall, wo neue Windparks entstehen, regt sich auch Widerstand von Natur- oder Landschaftsschützern. Dass die Politik dennoch am Ausbau der Windkraft festhält, wurde Anfang 2018 besiegelt: Bis 2030 soll die Leistung auf 1000 Megawatt wachsen; der Anteil von 4,5 Prozent auf knapp ein Viertel gesteigert werden. Bis Juli, so das Büro von Umweltlandesrat Anton Lang, soll das „Sachprogramm“ stehen, das neue Vorrangzonen für Windparks definiert.

Gegenwind versus Rückenwind
Gegenwind aus den betroffenen Regionen ist wohl vorprogrammiert. Um dem etwas Rückenwind entgegenzusetzen, plädierte der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Windkraft, Stefan Moidl, gestern für rasche Entscheidungen.

„Die letzten fünf Jahre ist dank klarer Rahmenbedingungen viel weitergegangen“, lobte Moidl. „Die mittlerweile 100 Windräder in der Steiermark produzieren 237 MW. Damit sparen wir so viel CO2, wie 140.000 Autos ausstoßen.“

Außerdem seien, so die Rechnung der Windkraftbetreiber, rund 500 Arbeitsplätze in dem Bereich entstanden. 40 Firmen im Land sind mit der Technologie betraut, einige davon gar in der Weltspitze: So ist der Siemens Trafobau in Weiz Weltmarktführer bei Transformatoren für Offshore-Windparks, die ebenfalls in Weiz beheimatete Firma Elin Motoren ist führend bei Generatoren und Hauptkomponenten – und die junge Grazer Firma eologix entwickelte bahnbrechende Sensoren, die Eisbildung auf den Flügeln erkennen.

Steiermark: Hoher Verbrauch, wenig erneuerbare Energie
Dennoch liegt die Steiermark, die als Industrieland einen besonders hohen Strombedarf hat, beim Ausbau der erneuerbaren Energien hinten. Mit 51 Prozent rangiert das Land (vor Wien) an vorletzter Stelle. Dank neuer Baumethoden, strenger Auflagen und aufwändiger Ausgleichs-Maßnahmen sei Windkraft längst die beste Lösung für die Umwelt, so Moidl, der freilich dennoch einräumen musste: „Verstecken können wir die Windräder nicht.“

Auf ihrer Homepage liefert die IG Windkraft spannende Daten und Fakten zum Thema: www.igwindkraft.at

Matthias Wagner
Matthias Wagner

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