Do, 18. April 2019
18.03.2019 10:52

Für krank gehalten

Schafe erschossen: Tiroler Jäger vor Gericht

Zwei tote Hausschafe erregen seit Ende November in Osttirol die Gemüter: Die offensichtlich gesunden Tiere wurden nämlich vom Jagdaufseher erschossen. „Ich hatte den Eindruck, dass sie verwildert und mit Parasiten befallen waren“, rechtfertigte sich der 37-Jährige nun in Innsbruck vor Gericht und wurde freigesprochen.

„Es wurde versucht, die beiden Schafe, die sich seit dem Almabtrieb im Jagdgebiet aufhielten, einzufangen. Aber dies ist nicht gelungen“, erklärte der Landesbedienstete vor Richter Günther Böhler. Vor allem aufgrund ihres angeblich abgemagerten Zustandes und ihres scheuen Verhaltens ging der Jäger davon aus, dass die Tiere erkrankt sind und griff zur Waffe. „Der Abschuss der Tiere hat mit der Zustimmung des Halters stattgefunden“, meinte der 37-Jährige. Zudem sei die Wettervorhersage schlecht gewesen und er wollte die Schafe auf alle Fälle vor unnötigen Qualen bewahren. „Der Landwirt sagte zu mir, dass ihm egal sei, was mit den beiden Tiere passiert.“

Doch von einer Absprache wollte der Schafbauer nichts wissen. „Ich war gerade auf dem Weg, die Tiere zu suchen. Dabei erfuhr ich, dass sie einfach erschossen wurden“, so der Osttiroler. Der Richter konnte nicht ausschließen, dass der Bauer nur einen plötzlichen Sinneswandel hatte. Und es sei möglich, dass der Jäger den Tieren lediglich Qualen ersparen wollte. Daher gab es einen Freispruch.

S. Thurner, Kronen Zeitung

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