Hungrig und wütend

Verwirrter Ungar fackelt Hütte in Selzthal ab

Steiermark
27.02.2010 16:27
Einfältig, aber nicht minder gefährlich: So hat sich ein Ungar, der in Selzthal (Beziek Liezen) einen Hütteneinbruch verübt und danach Feuer gelegt hatte, der Polizei präsentiert. Bei seiner Verhaftung gestand er die Tat - und hatte auch eine Frage an die Uniformierten: "Wieso ist der Brand bemerkt worden, ich hab ja eh die Tür zugemacht!"

Der 19-Jährige bildet sich ein, dass ihn daheim die ungarische Polizei sucht. Deshalb fuhr er mit dem Zug nach Österreich und irrte planlos durch Wien und Graz. Am Donnerstag, landete er mit leerem Magen in Selzthal. "Dort hat er außerhalb der Gemeinde die Gartenhütte eines Pensionisten entdeckt", berichtet ein erhebender Beamter. "Er hat mit einer zuvor gestohlenen Kombizange die Tür aufgezwängt und dann nach etwas Essbarem gesucht."

19-Jähriger dank aufmerksamer Zeugin gefasst
Doch in der Hütte war nichts zu holen - weder Lebensmittel noch Getränke. Das machte den Täter derart wütend, dass er den Inhalt eines mit Rasenmäherbenzin gefüllten Kanisters ausschüttete und Feuer legte. Bereits wenige Minuten später, die Holzhütte stand bereits lichterloh in Flammen, alarmierte eine Nachbarin die Polizei. Sie gab den Beamten die detaillierte Beschreibung eines - mit roten Schuhen auffällig gekleideten - Fremden, den sie vor dem Ausbruch des Feuers beobachtet hatte.

Der Ungar hatte die roten Schuhe noch an, als ihn eine Streife kontrollierte und festnahm. Eines versteht der 19-Jährige bis jetzt nicht: Wie ein im Inneren eines Gebäudes gelegter Brand auch außen sichtbar sein kann...

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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