03.03.2019 10:06 |

Universiade

Salzburgerin holt in Russland historisches Gold

Was für ein Auftakt aus Salzburger Sicht bei „Studenten-Olympia“ im russischen Krasnojarsk! Die Lungauerin Jessica Gfrerer rast im Super-G überlegen zu Gold! Mit über einer Sekunde holt die 21-jährige das erste Studenten-Gold für eine österreichische Skifahrerin seit 30 Jahren. Ihre Goldfahrt im VIDEO!

Die Freude bei Jessica Gfrerer war nach ihrer sensationellen Goldmedaille bei der Universiade in Krasnojarsk riesig. „Das ist schon eine richtig coole Sache“, jubelte die Lungauerin, die an der Universität Salzburg Recht und Wirtschaft studiert. „Und wahrscheinlich ist es auch der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere“.

Die für den USK Muhr startende Gfrerer hatte mit Startnummer drei eine famose Bestzeit in den Schnee geknallt und die vor ihr gestartete Schweizerin Amelie Dupasquier um gleich 1,09 Sekunden distanziert. „Die Fahrt und die Zeit waren nicht schlecht, auch wenn ich den einen oder anderen Hackler drinnen hatte“, erklärte die Salzburgerin, die vergangenen Mittwoch ihren 21. Geburtstag gefeiert hatte. Eine Zeit, an der sich die nachfolgenden Läuferinnen nach und nach die Zähen ausbissen. Zittern musste die Atomic-Pilotin nur noch einmal, als die Schwedin Fanny Axelsson mit Startnummer 13 bei der ersten Zwischenzeit bis auf 0,37 Sekunden an Gfrerer herankam. Bis ins Ziel riss Axelsson allerdings weitere neun Zehntelsekunden auf und klassierte sich schließlich auf dem Bronzerang.

Gferer, die sich Ende Jänner bei den österreichischen Meisterschaften den U21-Titel im Super-G und Bronze in der Abfahrt gesichert hatte, war vergangenes Frühjahr aus dem ÖSV-Kader geflogen. „Ich habe mich auf die Matura konzentriert und hatte auch mit Verletzung zu kämpfen.“ Dorthin, also in den ÖSV-Kader, will Jessica nun aber wieder zurück. „Das Thema ist für mich sicherlich noch nicht abgeschlossen“, präsentierte sich die junge Dame, die nun dem Salzburger Landesskiverbandskader angehört, kämpferisch.

Die Goldmedaille im Super-G ist historisch. Noch nie zuvor konnte eine Österreicherin bei einer Universiade Gold in dieser Disziplin holen. „Das wusste ich gar nicht“, war Gfrerer von der sporthistorischen Tragweite ihres Erfolgs überrascht. Insgesamt ist sie die erst dritte Österreicherin, die eine alpine Goldmedaille bei einer Universiade einfahren konnte. Zuletzt schaffte dieses Kunststück vor 30 (!) Jahren Christine Zangerl in der Abfahrt, 1964 gewann Hiltrud Rohbrach Riesentorlauf-Gold. Ehemalige ÖSV-Spitzenläuferinnen wie Steffi Köhle oder Alexandra Daum waren hingegen bei der Jagd nach Universiade-Gold leer ausgegangen.

Die Chance auf die nächste Medaille hat Gfrerer bereits am Montag. Da steht die Kombination auf dem Programm: „Ich hoffe schon, dass ich da nochmals nachlegen kann!“

Nicht nach Wunsch lief es hingegen für die beiden Salzburger Herren. Sowohl Stefan Pfannhauser als auch Thomas Volgger - beides Geographiestudenten aus St. Martin/Lofer - hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun. Pfannhasuer landete mit 1,05 Sekunden Rückstand auf Sieger Lukas Zippert (Sz) auf Rang elf. „Ehrlich gesagt bin ich etwas ratlos“, sagte der 20-Jährige. „Ich hatte keinen groben Fehler aber es war heute einfach nicht mehr drinnen.“ Volgger landete mit 2,16 Sekunden auf Platz 23.

Die nächste Medaillenchance haben Pfannhauser und Volgger am Dienstag bei der Alpinen Kombination bestehend aus Super-G und Slalom.

Peter Weihs
Peter Weihs

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