26.02.2019 12:12 |

Lkw rammt Auto

Stauende übersehen: Zwei Tote im Gleinalmtunnel

Bei einem Auffahrunfall im steirischen Gleinalmtunnel auf der Pyhrnautobahn sind am Dienstagvormittag zwei Steirer (54 und 59 Jahre alt) ums Leben gekommen. Der Lenker eines mit zumindest vier Autos beladenen Transporters, ein 59-jähriger Bulgare, dürfte ein Stauende im Tunnel übersehen haben und stieß gegen einen Pkw, der gegen den davorstehenden Lkw katapultiert wurde. Für beide Insassen des Autos kam jede Hilfe zu spät.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 11 Uhr wenige Kilometer vom Nordportal entfernt in Fahrtrichtung Norden: Ein Lkw, gelenkt von einem 61-jährigen Salzburger, hatte in dem derzeit mit Gegenverkehr geführten Gleinalmtunnel wegen eines Rückstaus anhalten müssen. Hinter ihm fuhr der Pkw mit zwei Männern aus dem Bezirk Deutschlandsberg. Dahinter rollte der Autotransporter an. Der bulgarische Lenker dieses zweiten Lasters dürfte das Stauende nicht rechtzeitig bemerkt haben und fuhr auf den Pkw auf.

Keine Rettung für Pkw-Insassen
Der Wagen wurde in der Folge gegen das Heck des vorderen Lkw geschoben. Beide Autoinsassen wurden dabei getötet. Wie der ÖAMTC mitteilte, war der Rettungshubschrauber „Christophorus 12“ alarmiert worden und landete vor dem Südportal. Der Notarzt wurde noch mit einem Rettungswagen zur Unfallstelle gebracht. Doch für die beiden Pkw-Insassen kam jede Hilfe zu spät. Die beiden Lkw-Lenker dürften unverletzt geblieben sein, erlitten aber einen Schock.

Der Verkehr wurde laut Asfinag für die Dauer der Aufräumarbeiten über die Semmering Schnellstraße (S6) und die Brucker Schnellstraße (S35) umgeleitet. Noch vor 15 Uhr war der Abtransport des Autowracks abgeschlossen und der Tunnel geräumt. Im Laufe des Nachmittags habe die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden, wie die Asfinag mitteilte. Die Identität der verunglückten Autoinsassen ist noch nicht bekannt.

Sanierung nach Feuer
Erst Anfang Oktober war es in dem steirischen Tunnel zu einem dramatischen Brandvorfall gekommen. Ein Schwertransporter, der einen Kranaufsatz geladen hatte, hatte plötzlich Feuer gefangen. Insgesamt 83 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Zwei Monate lang war der Tunnel gesperrt und wurde saniert. Der reine Sachschaden hatte gut 2,5 Millionen Euro betragen.

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