15.02.2019 21:00 |

Uni-Rektorin

Hammerschmid hat jetzt wieder alle Chancen

Turbulente Nachfolgesuche für Langzeit-Rektor Heinrich Schmidinger: Brigitte Hütter, Zweitgereihte im Dreiervorschlag des Senats, wurde zur Rektorin der Kunstuni Linz gewählt. Nun lässt der Unirats-Vorsitzende prüfen, ob ein neuer Dreiervorschlag erstellt werden muss. Die Antwort scheint klar zu sein.

„Im Gesetz ist ganz klar festgelegt, dass der Senat einen Dreiervorschlag zu erstellen hat. Wenn es jetzt nur mehr einen Vorschlag mit zwei Personen gibt, dann ist das eben kein Dreiervorschlag“, betont Karl-Ludwig Vavrovsky. Der langjährige Präsident der Rechtsanwaltskammer Salzburg kennt das Uni-Gesetz wie kaum ein anderer und ist zudem im Mozarteum Vorsitzender des Unirats (Aufsichtsrat).

Ex-Ministerin fiel beim Senats-Hearing durch

Für ihn ist klar, dass nach dem Ausscheiden von Brigitte Hütter aus dem Rennen um den Rektoren-Posten der Uni Salzburg der Senat – die Vertretung von Professoren, Assistenten, Mitarbeitern und Studenten – einen neuen Dreiervorschlag vorlegen muss, aus dem der Unirat dann wählt.

Und damit ist Sonja Hammerschmid zurück im Spiel: Sie war die Erstgereihte im Dreiervorschlag der Findungskommission, wurde nach einem Hearing im Senat aber durch Hütter ersetzt, die auf Platz zwei gereiht wurde. Erster auf der Liste war dann der Salzburger Arbeitsrechtler und vormalige Senatsvorsitzende Rudolf Mosler, dritter der deutsche Mediziner Hendrik Lehnert.

Muss der Senat einen neuen Dreiervorschlag erstellen, worauf alles hindeutet, wird er um Hammerschmid nicht herumkommen. Auch weil ein Vorschlag ohne Frau für Rechtsexperten Vavrovsky völlig undenkbar ist. Die Ex-Ministerin ist die einzige verbliebene Kandidatin, die alle Kriterien der Ausschreibung erfüllt. Und sie will auch weiterhin nach Salzburg, wie sie der „Krone“ erklärte.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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