15.02.2019 07:22 |

Salzburg Inoffiziell

Bonus-System für Gasteiger und das gallische Dorf

Der Ex-Landesvize trat aus Protest gegen Türkis-Blau aus der ÖVP aus. Dabei erfand Schwarz-Blau für ihn das Bonus-System. Und: Im Lungau gibt‘s noch echte Sozialisten.

Nach 47 Jahren Mitgliedschaft verließ Arno Gasteiger (71) den Wirtschaftsbund und damit die ÖVP. Der langjährige Landesvize und überzeugte Großkoalitionär begründete das mit seiner Abneigung gegen Türkis-Blau im Bund.

In der ÖVP erinnert man sich nun daran, dass Gasteiger unter der ersten ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahr 2000 von der Landesregierung direkt in den Vorstandssessel der damals aus SAFE und Stadtwerken gegründeten Salzburg AG wechseln konnte.

Weil ihm sein Gehalt zu gering war, handelte er sich einen Jahresbonus von umgerechnet 80.000 Euro aus, damit er gleich viel verdienen konnte wie sein Intimfeind in der ÖVP, Landeshauptmann Franz Schausberger. Außerdem wurde Ehefrau Lena Gasteiger-Lundgren als Landesbeamtin pragmatisiert, obwohl sie die Altersgrenze von 40 Jahren bereits überschritten hatte.

Das gallische Dorf ist im Lungau: Seit 1991 steht auf Drängen des damaligen Parteichefs Franz Vranitzky das „S“ in SPÖ in ganz Österreich nicht mehr für „Sozialistisch“, sondern für „Sozialdemokratisch“. In ganz Österreich? Nein! Im 275-Einwohner-Ort Tweng treten „Polit-Gallier“ und Pensionist Willibald Klary und der Gemeindebedienstete Robert Schitter für die „Sozialistische Partei Österreichs“ an.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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