11.02.2019 21:10 |

Unbelehrbar!

Lkw-Fahrer blieb gleich zweimal im Schnee hängen

Dreist agierte der Lenker eines Sattelschleppers, der am Montagabend trotz Wintersperre aus dem steirischen Trieben über die B114 Richtung Hohentauern fuhr. Nachdem er im Neuschnee einmal hängen geblieben, geborgen und verwarnt worden war, versuchte er es erneut, verkeilte sich hoffnungslos - und löste eine dreistündige Totalsperre aus.

Am frühen Abend blieb der Sattelschlepper, der Autos geladen hatte, im Neuschnee auf der B114 von Trieben Richtung Hohentauern das erste Mal hängen. Auf der Strecke gilt im Winter nicht umsonst ein Fahrverbot für Sattelschlepper über 7,5 Tonnen. Doch der Fernfahrer erwies sich als unbelehrbar: Die ausdrückliche Anweisung der Polizei, umzukehren, ignorierte er einfach - und setzte seine Fahrt bergauf fort.

Beim zweiten Mal stand Brummer quer
Allerdings kam er nicht weit. Der Sattelschlepper blieb zwischen Sunk und Gasthof Brodjäger erneut hängen und geriet rückwärts ins Rutschen. Eine äußerst brenzlige Angelegenheit, die damit endete, dass der Brummer quer über die Straße zu stehen kam und den gesamten Abendverkehr blockierte. 

Erneut musste die Polizei anrücken. Bis der Abschleppdienst den Sattelschlepper beseitigt hatte, vergingen rund drei Stunden. Erst um 19.30 Uhr konnte die Straße wieder freigegeben werden. Eine ärgerliche Situation, besonders für all jene, die von der Arbeit aus Trieben heim nach Hohentauern wollten, wie Bürgermeister Heinz Wilding der „Steirerkrone“ erzählt. 

Bürgermeister wünscht sich schärfere Kontrollen
Wilding ist ohnehin mit seiner Geduld am Ende: „Unsere Gemeinde leidet immer mehr unter den Kolonnen, die über die B114 rollen. Meine Forderung an das Land Steiermark, dass es ein ganzjähriges Verbot für Lkw über 7,5 Tonnen braucht, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr, gibt es schon länger.“ Sollte dies gesetzlich nicht umsetzbar sein, regt Wilding eine Gesetzesänderung auf Bundesebene an: „Wir müssen die Tourismusorte vor dem Schwerverkehr schützen. Mit dem ehemaligen Verkehrsminister Jörg Leichtfried waren wir da auf einem guten Weg, aber jetzt ruht die Sache wieder.“

Doch fürs Erste wäre der Bürgermeister schon zufrieden, wenn das bestehende Winterfahrverbot für Sattelschlepper rigoroser kontrolliert würde. „Von der Judenburger Seite her betreibt der Polizeiposten Oberzeiring bereits einen hohen Aufwand und hat damit Erfolg. Es wäre wünschenswert, wenn die Kollegen in Trieben ähnlich aktiv wären.“ Dass bei den Kontrollen noch Luft nach oben ist, illustriert Wilding mit einer Anekdote: Eines der ersten Fahrzeuge, die Montagabend hinter dem gestrandeten Autotransporter im Stau standen, war ein weiterer nicht befugter Sattelschlepper ...

Matthias Wagner
Matthias Wagner
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