08.02.2019 13:29 |

Niedrige Beteiligung

AK-Wahl: Geringes Interesse in Salzburg

Die AK-Wahl geht in Stadt und Land Salzburg am heutigen Freitag nach zwei Wochen zu Ende. Schon bevor das amtliche Ergebnis festeht ist fix, dass die Wahlbteiligung nicht gestiegen ist.

„Es deutet alles auf eine stabile Situation hin“, sagt AK-Hauptwahlkommissär Gerhard Schmidt zur „Krone“. Im Klartext: Die katastrophal niedrige Wahlbeteiligung von 35,14 Prozent im Jahr 2014 wird nicht oder nur unwesentlich steigen. Damals gingen in Salzburg die wenigsten Arbeitnehmer zur Wahl ihrer gesetzlichen Interessensvertretung. Zum Vergleich: Die höchste Beteiligung gab es damals im Burgenland mit 44,36 Prozent.

Die Auszählung beginnt am späten Freitagabend. Am Samstag wird das vorläufige Ergebnis um 00.01 Uhr im Internet veröffentlicht. An einem überwältigenden Sieg der SPÖ-Gewerkschafter (FSG) zweifelt niemand. Vor fünf Jahren erreichte die FSG mit AK-Präsident Sigi Pichler ein Rekordergebnis von 69,46 Prozent. Peter Eder, der im April des Vorjahres von Pichler übernommen hatte, wurde im Wahlkampf als „starker Präsident“ beworben. Sein großes Ziel war es, das Ergebnis von 2014 zu halten.

ÖVP und FPÖ kämpfen um Platz zwei

Dahinter ringen die ÖVP-Arbeitnehmer (ÖAAB & FCG) und die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) um Platz zwei. 2014 hatte die FA mit 11,18 Prozent gegenüber dem ÖAAB mit 10,97 Prozent die Nase vorne. Dieses Mal unterstützte der Wirtschaftsbund der ÖVP den ÖAAB und warb verstärkt dafür, dass die (Ehe-)Partner und Kinder von Unternehmern, die im Betrieb angestellt sind, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen sollen. In der Vollversammlung waren bisher auch die grüne Liste AUGE/UG und der linkslinke GLB (Gewerkschaftlicher Linksblock) vertreten.

In den vergangenen Tagen hatte es Aufregung über Fehler in den Wahllisten gegeben, durch die sich zahlreiche Mitarbeiter um ihr Wahlrecht gebracht fühlten. Hauptwahlkommissär Schmidt sprach im „Krone“-Interview von 50 bis 100 Anrufen alleine in der ersten Wahlwoche. Nun räumt die AK 22 Fälle von Ungereimtheiten ein. Eine Wahlanfechtung dürfte es aber nicht geben. Denn sowohl ÖAAB-Spitzenkandidat Johann Grünwald als auch FA-Frontmann Friedrich Kössler erklärten, den Salzburgern eine zweite AK-Wahl ersparen zu wollen.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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