WK-Tirol kritisiert:

„Das Land Tirol geht in Richtung Planwirtschaft“

Tirol
26.01.2019 07:00
Ein eigenes Heim: Das ist der Traum vieler junger Tiroler. Vom ersten Tag der Planung bis zum Einzug dauert es allerdings. Im Vorfeld stehen viele Entscheidungen ins noch nicht fertige Haus. Auf der „Hausbau & Energie“ Messe Innsbruck, vom 1. bis 3. Februar, geben rund 200 Aussteller Infos zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Trends rund um Rohbau, Heizung, Finanzierung und Co.

Neben dem Vortragsprogramm steht auf der 6. Häuselbauermesse vor allem das persönliche Gespräch im Vordergrund. Kompakt erhält man Auskunft zu allen Fragen rund ums Bauen. Die „Hausbau & Energie“ spricht vor allem junge Personen an. „80 Prozent der Besucher kommen mit einem konkreten Bauvorhaben zur Messe“, weiß Hausherr Christian Mayerhofer.

Zuwächse in der Bauproduktion erwartet
Die letzten fünf Jahre verliefen gut für die Baubranche. „Die Auftragslage für 2019 schaut weiter positiv aus. Dementsprechend blicken 63 Prozent der Bauwirtschaftler dem Jahr 2019 optimistisch entgegen“, erklärt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser. Die österreichische Wirtschaftsforschung erwartet Zuwächse um 1,6 Prozent in der Bauproduktion des österreichischen Hoch- und Tiefbaus. Aufgrund der guten Auslastung rät Anton Rieder, Landesinnungsmeister Bau, bei Baufirmen rechtzeitig, also drei Monate im Voraus, anzufragen.

Kritik an Wohnpaket der Landesregierung
Die hohen Wohnkosten machen den Tirolern zu schaffen. „Das Land hat die Wohnbauförderung heuer auf 329 Millionen Euro aufgestockt. Auf der Messe erfahren die Häuselbauer, wie sie diese in Anspruch nehmen können“, informiert Landesrätin Beate Palfrader. Der Wirtschaftskammer reichen die im Wohnpaket der Regierung beschlossenen Maßnahmen nicht aus. „Grund und Boden können wegen veralteten Regelungen, wie etwa der Baumassehöchstdichte, nicht optimal genutzt werden. Zudem haben gerade öffentliche Bauten oft nur ein bis zwei Stockwerke, da könnte man noch Wohnungen drauf bauen“, sagt Rieder. Walser ist vor allem das geplante Interessentenmodell ein Dorn im Auge. „Da gehe man schon in Richtung Planwirtschaft.“ Palfrader konterte: „Allgemeinwohl übersteigt privates Interesse.“

Lea Singer, Kronenzeitung

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