So, 17. Februar 2019
27.01.2019 12:18

Im Golf von Bengalen

„Salzburg“-Schiff schippert nun für Indien umher

Auf Salzburg trifft man nun auch hoch zur See im Golf von Bengalen: Die „MCP Salzburg“, ihres Zeichens Multifunktions-Containerschiff der „Österreichischer Lloyd Shipping“, ist erstmals für eine indische Staatsreederei unterwegs. Und bringt dabei Waren aller Art von Kalkutta auf die indischen Andamanen.

Sie ist eines der neuen Gesichter in Kalkutta. Ruhig, teils unauffällig im Hafen wartend, aber doch nicht zu übersehen: Die „MCP Salzburg“, ein gut 117 Meter langes sowie 19,7 Meter breites Multifunktions-Containerschiff. Das seit gut drei Wochen für die indische Staatsreederei „Shipping Corporation of India“ die neue 1200 Kilometer lange Linienstrecke von Kalkutta und den Andamanen bedient. Und im Rahmen dessen zweimal im Monat rund 7500 Tonnen Fracht von der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Westbengalen auf die Andamanen liefert. Wie der Besitzer des Frachters und Chef der „Österreichischer Lloyd Shipping“ mit Sitz im zypriotischen Limassol, Kapitän Eberhard Koch, der „Krone“ berichtet: „Wir haben die ,MCP Salzburg’ erstmals an eine Staatsreederei für vorerst sechs ganze Monate vermietet. Mit der Option, den Vertrag auf zwölf Monate zu verlängern.“

Und dabei hat das Container-Schiff so einiges zu bewerkstelligen: „Während dieses Einsatzes wird sie Container, Schüttgut aber auch Bagger und Trucks auf die Inseln bringen. Als Multifunktions-Containerschiff mit zwei 48 Tonnen Kränen an Bord ist sie dafür sehr gut geeignet, da sie selbstständig be- und entladen kann.“

Bisher war die „Salzburg“ unter anderem auch zwischen Indonesien und Papua Neuguinea unterwegs. Wie teils auch ihr Schwestern-Schiff, die „MCP Vienna“.

Sie sticht unter der Flagge Zyperns in See
Unter österreichischer Flagge stechen die fünf Frachter von Eberhard Koch aber nicht in See: „ Wir sind – schweren Herzens – bereits 2001 aus steuerlichen Gründen von Wien nach Limassol übersiedelt, da unsere Forderung, anstatt der Körperschaftssteuer eine Besteuerung pro Schiff anzusetzen, leider nicht erhört wurde“, so der Deutsche, der bis 2008 gemeinsam mit dem Österreicher Hans-Georg Wurmböck das Unternehmen leitete. Das übrigens anno 1836 in Österreich gegründet wurde.

Der Österreich-Bezug soll aber bleiben: „Aus Treue zum Land werden wir auch weiterhin mit österreichischen Namen fahren. Und sollten wir ein neues Schiff bestellen, wird es natürlich wieder nach einer Stadt oder Region in Österreich benannt werden“, sagt der Reeder, der bereits seit 1977 im Schifffahrts-Geschäft tätig ist.

Verena Seebacher
Verena Seebacher

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