Mi, 20. Februar 2019
22.01.2019 18:31

Gewalt an Frauen

Die Steiermark erhöht Zahl an sicheren Wohnungen

Sie fliehen vor gewalttätigen Männer ins Frauenhaus Graz oder Kapfenberg - doch was dann? Übergangswohnungen ermöglichen betroffenen Frauen und ihren Kindern einen sicheren Neustart. Derzeit gibt es nur zwei (Graz und Feldbach), bis Jahresende soll es in jedem Bezirk eine geben.

Fünf Frauen wurden in Österreich heuer bereits ermordet. Soziallandesrätin Doris Kampus lud am Dienstag zu einem Gipfel ins Landhaus, mit dabei Vertreter der Polizei und Justiz sowie 15 Gewaltschutzexpertinnen und -experten. Das Ergebnis ist ein Fünf-Punkte-Plan, darunter ein Ausbau der Übergangswohnungen.

Rückkehr zum Gewalttäter oft einzige Option
Michaela Gosch vom Verein Frauenhäuser Steiermark betont die Wichtigkeit dieser Maßnahme. „Die Gewaltschutzkette bricht häufig an dem Punkt, an dem eine von Gewalt betroffene Frau für sich und ihre Kinder keinen leistbaren Wohnraum findet und die Rückkehr zum Gewalttäter dann die einzige Alternative zu sein scheint. Um diesen Abbruch zu verhindern, brauchen wir leistbare Übergangswohnungen, die den Frauen für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen.“

Während dieser Zeit werden die Frauen durch mobile Betreuung dabei unterstützt, ihre Autonomie auf unterschiedlichen Ebenen - wie zum Beispiel Stabilisierung der finanziellen Situation, Arbeitssuche, Suche von passenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten - noch weiter auszubauen.

Neues Kinderschutzzentrum in der Südoststeiermark
Die weiteren Maßnahmen: Zu den sieben Kinderschutzzentren entsteht eine weitere Einrichtung in der Südoststeirmark. Die Vereine Frauenhäuser und Neustart intensivieren Gewaltschutztrainings. Und durch mehr Konferenzen und Vernetzung sollen die Experten künftig noch enger zusammenarbeiten.

„Keine schnelle Lösung“
„Bei Gewalt gegen Frauen gibt es nicht die eine Lösung, und es gibt daher auch keine schnelle Lösung“, hob Kampus die Komplexität des Problems hervor. Rund 5,4 Millionen Euro gibt das Sozialressort für Maßnahmen in diesem Bereich aus, dennoch sind weitere, vor allem präventive Schritte notwendig. 

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