21.01.2019 13:05 |

St. Jakob/Defereggen

-18,4 Grad: Osttiroler Ort Kältepol Österreichs

St. Jakob in Defereggen in Osttirol war Montagfrüh mit minus 18,4 Grad der kälteste Ort des Landes. Der rund 2000 Meter höher gelegene Brunnenkogel (3437 m) lag mit minus 18,1 Grad knapp dahinter. Mit minus 17,1 Grad in St. Leonhard im Pitztal landete ein weiterer Tiroler Ort auf Rang drei der Kältepole, berichtet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Zumindest bis zum Wochenende bleibt die Temperatur in ganz Österreich die meiste Zeit unter null Grad. In größeren Städten sind an den Nachmittagen für zwei bis drei Stunden auch Werte knapp über dem Gefrierpunkt möglich. Die Nächte bleiben sehr kalt, mit Tiefstwerten zwischen minus 14 und minus zwei Grad, in einzelnen Tälern auch bei minus 20 Grad, prognostizierten die Meteorologen.

Am kältesten wird es bei klarem Himmel in schneebedeckten Tälern und Becken. „Wenn der Himmel klar ist, strahlt der Boden viel Wärme in den Weltraum ab. Wolken oder Nebel wirken hingegen wie eine Decke und halten die abgestrahlte Wärme zurück“, erläuterten die ZAMG-Experten. Je kälter die Luft ist, desto schwerer ist sie. Daher sammelt sich in den Nächten die kälteste Luft in den Tälern, Becken und Senken.

Sonnenlicht wird reflektiert
Schnee nimmt wegen seiner physikalischen Eigenschaften wenig (von dem größtenteils kurzwelligen) Sonnenlicht auf, weil er das meiste reflektiert, strahlt aber im langwelligen Bereich (Wärme) sehr stark aus, so die ZAMG weiter. Daher erwärmen sich schneebedeckte Täler tagsüber nur wenig (durch die Sonne), kühlen aber in den Nächten (durch Wärmeverlust) stark aus.

Der sogenannte Hochwinter von Jänner bis Mitte Februar ist die kälteste Zeit im Jahr. Zu dieser Jahreszeit ist selbst in den Landeshauptstädten Morgenfrost typisch und die durchschnittlichen Höchstwerte liegen nur um null Grad. In klassischen Kältepolen sind im Hochwinter Tiefstwerte um minus zehn Grad normal. Auch „Ausreißer“ um minus 20 Grad kommen laut ZAMG immer wieder vor.

Seefeld hält in Tirol Kälterekord
Von den Kälterekorden waren alle Bundesländer am Montag mehr als zehn Grad entfernt. Diese liegen selbst in den bewohnten Regionen um minus 30 Grad. Was bewohnte Orte anbelangt, hält in Tirol nach wie vor Seefeld den Kälterekord. Am 2. Februar 1956 wurden dort minus 32,5 Grad gemessen.

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