Die Aufnahme-Offensive bei der Polizei fordert vor allem die Steiermark – hier wird intensiv ausgebildet, auch für andere Bundesländer wie Salzburg. Mehr Räume mussten her, waren sich Landespolizeidirektor Gerald Ortner und Rupert Gruber, Leiter des Bildungszentrums, bewusst. Gleich gegenüber der Landespolizeidirektion in Straßgang fand man ein geeignetes Gebäude. „Im März 2018 haben wir es besichtigt, im August den Vertrag unterschrieben“, erzählt Gruber. Sofort begannen die Bauarbeiten, seit 3. Dezember 2018 wird dort unterrichtet.
Dass zu diesem Zeitpunkt nicht alle Baumaßnahmen abgeschlossen waren, gesteht man ein. „Deswegen war aber nie jemand in Gefahr“, will Gruber Vorwürfe einiger Polizeischüler aus der Welt schaffen.
Andrang der Bewerber ist ungebremst groß
Der Andrang zur Polizei allein in der Steiermark ist ungebremst: „Unter ungefähr 1600 Bewerbern im letzten Jahr haben wir uns die 175 besten ausgesucht“, erzählt der steirische SIAK-Chef. Zu diesen Besten zählen nicht nur junge Leute: „Wir haben etwa einen Juristen dabei, der seine eigene Kanzlei aufgegeben hat“, erzählt Gruber. Offenbar einer, der das Motto „Wir leben Polizei“ inhaliert hat. Geschieht das nicht, muss man sich von seinem Traumberuf verabschieden.
Was der Landespolizeidirektor und der Leiter der Polizeischule sich von den „Neuen“ erwarten: „Soziale und personale Kompetenzen. Es reicht nicht, das Strafgesetzbuch auswendig zu kennen. Man hat oft mit Menschen in absoluten Krisensituationen zu tun. Sie müssen sich bei jeder Amtshandlung unter Bedacht der Menschenrechte verwirklichen, egal ob am Tag oder in der Nacht!“








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