03.01.2019 08:00 |

Lawinenwarnstufe 4

Auf Bergen herrscht Lebensgefahr

Schon jetzt herrscht in den Salzburger Bergen Lawinenwarnstufe vier von fünf. Die Gefahr ist vor allem durch Windverwehungen sehr groß. Am Wochenende wird die Situation durch eine große Menge Neuschnee noch einmal erheblich verschärft. Die Rettungskräfte stehen schon auf Abruf bereit um im Ernstfall zu helfen.

„Die Situation in den Bergen ist sehr angespannt“, erklärt der Leiter des Salzburger Lawinenwarndienstes, Bernhard Niedermoser und fügt hinzu: „Am Wochenende wird das ganze noch einmal heikler. Es ist sicher die brenzligste Situation bisher in diesem Winter.“ Derzeit herrscht in den Bergen Lawinenwarnstufe vier, welche schon Lebensgefährlich ist. Mit den zu erwartenden großen Neuschneemengen in den nächsten Tagen steigt diese noch einmal erheblich an - da ist größte Vorsicht geboten. 95 Prozent der 1500 Salzburger Bergretter stehen auf Abruf bereit, die Rucksäcke sind stets gepackt.

Ersten 15 Minuten bei Bergung entscheidend
„Alle Übungen wurden bereits absolviert, wir sind bereit“, sagt Balthasar Laireiter, Chef der Bergretter. Müssen sie zu Lawinenverschüttenden ausrücken muss es schnell gehen: Bei der Bergung entscheiden die ersten 15 Minuten über Leben und Tod. Wer sich trotz der Gefahr ins Gelände bewegt, dem rät der Bergretter nur Routen zu wählen die man wie seine eigene Westentasche kennt und auf jeden Fall mit der notwendigen Sicherheitsausstattung unterwegs zu sein. Der Schnee könnte auch zu Problemen an den Verkehrsrouten, wie etwa der B311 bei Weißbach führen. „Wir gehen derzeit aber von keinen Sperren aus“, sagt Ortschef Josef Michael Hohenwarter. Im Bereich des Brandlhofs hat sich ein fixe Anlage für vorzeitige Lawinensprengungen bewährt.

Diese Kraft haben Lawinen:

Felix Roittner
Felix Roittner
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